Halbwertszeit
Zeit, in der die Konzentration eines Wirkstoffs im Blut auf die Hälfte abgesunken ist. Sie bestimmt, wie oft ein Medikament eingenommen werden muss.
Siehe auch: Pharmakokinetik
Hämatom
Bluterguss: Blutansammlung im Gewebe nach Verletzung kleiner Gefäße.
Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, der Sauerstoff von der Lunge in den Körper transportiert.
Hämorrhoiden
Gefäßpolster am Darmausgang, die jeder Mensch hat. Vergrößern sie sich, können Juckreiz, Blutungen und Schmerzen auftreten (Hämorrhoidalleiden).
Harnsäure
Abbauprodukt der Purine aus Zellkernen und Nahrung. Zu hohe Werte können Gicht und Nierensteine verursachen.
Siehe auch: Gicht, Nierensteine
Hashimoto-Thyreoiditis
Autoimmune Entzündung der Schilddrüse und häufigste Ursache einer Unterfunktion. Sie wird mit Schilddrüsenhormon-Tabletten behandelt.
Siehe auch: Hypothyreose, Schilddrüse
Hautalterung
Natürliche Veränderung der Haut mit den Jahren (innere Alterung) sowie durch UV-Licht und Rauchen (äußere Alterung). Typisch sind Falten, Elastizitätsverlust und Pigmentflecken.
Siehe auch: Kollagen, UV-Strahlung
Hautkrebs-Screening
Früherkennungsuntersuchung der gesamten Haut. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch darauf.
HbA1c
„Langzeitblutzucker“: Anteil des Hämoglobins, an den Zucker gebunden ist. Er spiegelt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen wider.
Healthspan
Gesunde Lebensspanne: die Lebensjahre ohne schwere chronische Krankheit oder Einschränkung. Sie zu verlängern ist das Kernziel der Longevity-Forschung.
Siehe auch: Longevity
Helicobacter pylori
Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedeln kann und Gastritis, Magengeschwüre und Magenkrebs begünstigt. Es lässt sich mit Antibiotika beseitigen.
Siehe auch: Gastritis, Magengeschwür
Hepatitis
Leberentzündung, häufig durch Viren (Hepatitis A, B, C, D, E), aber auch durch Alkohol, Medikamente oder Autoimmunprozesse.
Hernie
Bruch: Ausstülpung von Bauchfell und gegebenenfalls Organen durch eine Lücke in der Bauchwand, z. B. Leistenbruch oder Nabelbruch.
Herpes
Infektion mit Herpes-simplex-Viren, die schmerzhafte Bläschen an den Lippen (Lippenherpes) oder im Genitalbereich verursachen. Das Virus verbleibt lebenslang im Körper und kann erneut aufflammen.
Herz
Muskuläres Hohlorgan, das Blut durch den Körper pumpt. Es besteht aus zwei Vorhöfen und zwei Kammern und schlägt in Ruhe etwa 60- bis 80-mal pro Minute.
Siehe auch: Herzklappen
Herzfrequenzvariabilität
Schwankung der Zeitabstände zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen. Ein höherer Wert gilt als Zeichen guter Erholung und Anpassungsfähigkeit des Nervensystems.
Siehe auch: Puls
Herzinfarkt
Myokardinfarkt: Absterben von Herzmuskelgewebe, weil ein Herzkranzgefäß verschlossen ist. Leitsymptom ist starker Brustschmerz; es handelt sich um einen Notfall (Notruf 112).
Herzinsuffizienz
Herzschwäche: Das Herz kann nicht mehr ausreichend Blut pumpen. Folgen sind Atemnot, Leistungsschwäche und Wassereinlagerungen in den Beinen.
Herzkatheter
Untersuchung, bei der ein dünner Katheter über eine Arterie an Handgelenk oder Leiste bis zum Herzen geführt wird. So lassen sich Herzkranzgefäße darstellen und Engstellen mit Ballon und Stent aufdehnen.
Siehe auch: Stent, Koronare Herzkrankheit (KHK)
Herzklappen
Ventile zwischen Vorhöfen, Kammern und den großen Gefäßen, die den Blutfluss in eine Richtung lenken. Sie können verengt oder undicht werden.
Herzschrittmacher
Kleines Gerät unter der Haut, das bei zu langsamem Herzschlag elektrische Impulse an das Herz abgibt.
Siehe auch: Bradykardie
Heuschnupfen
Allergische Rhinitis: allergische Reaktion der Nasenschleimhaut auf Pollen mit Niesen, Fließschnupfen und juckenden Augen.
Siehe auch: Allergie, Antihistaminikum
Hippocampus
Hirnregion im Schläfenlappen, die zentral für Lernen und Gedächtnis ist. Sie ist bei der Alzheimer-Krankheit früh betroffen.
Siehe auch: Alzheimer-Krankheit
Histamin
Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und Juckreiz, Rötung, Schwellung und Niesen auslöst.
Siehe auch: Antihistaminikum, Allergie
Histologie
Lehre von den Geweben; in der Praxis die mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben, etwa nach einer Biopsie.
Hitzschlag
Lebensbedrohliche Überwärmung des Körpers über 40 °C mit Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit. Notfall: Notruf 112, Person in den Schatten bringen und kühlen.
HIV
Humanes Immundefizienz-Virus, das Immunzellen angreift. Unbehandelt führt die Infektion zu AIDS; mit moderner Therapie haben Betroffene eine nahezu normale Lebenserwartung.
Hormon
Botenstoff, der in Drüsen gebildet und über das Blut zu seinen Zielorganen transportiert wird, z. B. Insulin, Cortisol oder Östrogen.
Hormonersatztherapie
Behandlung mit Östrogenen, meist kombiniert mit Gestagenen, gegen starke Wechseljahresbeschwerden. Nutzen und Risiken sollten individuell abgewogen werden.
Hörsturz
Plötzliche, meist einseitige Hörminderung ohne erkennbare Ursache, oft mit Ohrgeräusch oder Druckgefühl im Ohr. Sollte rasch ärztlich abgeklärt werden.
Siehe auch: Tinnitus
HPV
Humane Papillomviren: Viren, die Warzen sowie Krebs an Gebärmutterhals, Mund-Rachen-Raum und Genitalbereich verursachen können. Die Impfung wird für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren empfohlen.
Siehe auch: Warze, Pap-Abstrich
Hyaluronsäure
Körpereigener Zuckerstoff, der große Mengen Wasser bindet. Er kommt in Haut, Gelenkflüssigkeit und Bindegewebe vor und wird in Pflegeprodukten, Fillern und Gelenkinjektionen eingesetzt.
Hyperhidrose
Krankhaft übermäßiges Schwitzen, oft an Achseln, Händen oder Füßen, das über das zur Temperaturregulation nötige Maß hinausgeht.
Siehe auch: Botulinumtoxin
Hyperopie
Weitsichtigkeit: Nahe Objekte werden unscharf gesehen, weil das Bild hinter der Netzhaut entsteht.
Hyperthyreose
Schilddrüsenüberfunktion mit Herzrasen, Unruhe, Schwitzen und Gewichtsverlust, z. B. beim Morbus Basedow.
Siehe auch: TSH
Hypertonie
Bluthochdruck: dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte ab 140/90 mmHg (Praxismessung). Bleibt oft lange unbemerkt, schädigt aber Herz, Gefäße, Gehirn und Nieren.
Hypoglykämie
Unterzuckerung: zu niedriger Blutzucker mit Zittern, Schwitzen, Heißhunger und Verwirrtheit, typischerweise als Nebenwirkung einer Diabetesbehandlung.
Hypophyse
Hirnanhangsdrüse: übergeordnete Hormondrüse an der Schädelbasis, die viele andere Hormondrüsen wie Schilddrüse und Nebennieren steuert.
Hypothyreose
Schilddrüsenunterfunktion mit Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme und Verstopfung.
Siehe auch: Hashimoto-Thyreoiditis, TSH
Hypotonie
Niedriger Blutdruck, meist unter 100/60 mmHg. Häufig harmlos, kann aber Schwindel und Müdigkeit verursachen.
Siehe auch: Blutdruck
Hypoxie
Sauerstoffmangel im Gewebe, z. B. durch Atemstörungen, Durchblutungsstörungen oder Höhe.
Siehe auch: Pulsoxymetrie
Hallux valgus
Ballenzeh: Fehlstellung der Großzehe, die zur Fußmitte abweicht, mit schmerzhaftem Ballen.
Hämatokrit
Anteil der Blutzellen am gesamten Blutvolumen; erhöhte Werte finden sich z. B. bei Flüssigkeitsmangel, erniedrigte bei Blutarmut.
Siehe auch: Blutbild
Hämaturie
Blut im Urin, sichtbar oder nur im Labor nachweisbar; es sollte immer abgeklärt werden.
Hämochromatose
Erbliche Eisenspeicherkrankheit, bei der sich zu viel Eisen in Organen wie Leber und Herz ablagert.
Siehe auch: Ferritin
Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Meist harmlose Virusinfektion bei Kleinkindern mit Bläschen in Mund, an Händen und Füßen.
Harnblase
Hohlorgan im Becken, das den Urin sammelt; sie fasst etwa 300 bis 500 Milliliter.
Siehe auch: Blasenentzündung
Harnleiter
Muskulöse Schläuche, die den Urin von den Nieren zur Harnblase transportieren.
Hautbarriere
Schutzfunktion der obersten Hautschicht aus Hornzellen und Hautfetten, die Wasserverlust und das Eindringen von Erregern verhindert.
Hautkrebs
Oberbegriff für bösartige Hauttumoren: schwarzer Hautkrebs (Melanom) und heller Hautkrebs (Basaliom, Plattenepithelkarzinom).
Siehe auch: Melanom, Basaliom, Hautkrebs-Screening
Hauttransplantation
Verpflanzung von Haut von einer Körperstelle auf eine andere, z. B. nach Verbrennungen.
Siehe auch: Verbrennung
Heimlich-Manöver
Oberbauchkompression bei Erstickungsgefahr durch einen Fremdkörper, wenn Schläge zwischen die Schulterblätter nicht helfen; nicht bei Säuglingen anwenden.
Heparin
Gerinnungshemmer zum Spritzen, z. B. zur Vorbeugung von Thrombosen nach Operationen.
Siehe auch: Thromboseprophylaxe
Herdenimmunität
Schutz einer Bevölkerung, wenn so viele Menschen immun sind, dass sich ein Erreger kaum noch ausbreiten kann; er schützt auch Menschen, die nicht geimpft werden können.
Siehe auch: Impfung
Herzkranzgefäße
Arterien, die den Herzmuskel selbst mit sauerstoffreichem Blut versorgen.
Siehe auch: Koronare Herzkrankheit (KHK)
Herzzeitvolumen
Blutmenge, die das Herz pro Minute auswirft; in Ruhe sind es bei Erwachsenen etwa fünf Liter.
Hiatushernie
Zwerchfellbruch: Teile des Magens rutschen durch die Zwerchfellöffnung in den Brustraum; oft mit Sodbrennen verbunden.
Siehe auch: Reflux
Hirnblutung
Blutung in oder um das Gehirn, z. B. durch geplatzte Gefäße bei Bluthochdruck oder ein Aneurysma; ein Notfall.
Siehe auch: Schlaganfall, Aneurysma
Hirnstamm
Verbindung zwischen Großhirn und Rückenmark; er steuert lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzschlag und Schlucken.
Histaminintoleranz
Vermutete Unverträglichkeit von Histamin aus Lebensmitteln mit Beschwerden wie Kopfschmerz oder Hautrötung; das Krankheitsbild ist wissenschaftlich umstritten.
Siehe auch: Histamin
Hoden
Männliche Keimdrüsen, die Spermien und das Hormon Testosteron bilden.
Siehe auch: Testosteron, Hodenkrebs
Hodenkrebs
Häufigster bösartiger Tumor junger Männer zwischen 20 und 40 Jahren; er hat sehr gute Heilungschancen.
Siehe auch: Hoden
Homocystein
Aminosäure im Blut; erhöhte Werte gelten als Risikomarker für Gefäßerkrankungen und können auf Vitamin-B-Mangel hinweisen.
Siehe auch: Vitamin B12, Folsäure
Homöostase
Fähigkeit des Körpers, innere Bedingungen wie Temperatur, Blutzucker und pH-Wert trotz äußerer Einflüsse konstant zu halten.
Hormesis
Prinzip, nach dem geringe Stressreize wie Sport, Fasten, Kälte oder Hitze Anpassungen auslösen und die Widerstandskraft des Körpers stärken.
Hornhaut
Am Auge die durchsichtige, gewölbte Vorderfläche, die den Großteil der Lichtbrechung leistet. An der Haut bezeichnet man so verdickte Oberhaut, etwa an den Füßen.
Siehe auch: Astigmatismus
Hyaluronidase
Enzym, das Hyaluronsäure abbaut; damit lassen sich Hyaluron-Filler bei Komplikationen oder unerwünschten Ergebnissen auflösen.
Siehe auch: Filler
Hyperlipidämie
Fettstoffwechselstörung mit erhöhten Blutfetten wie Cholesterin oder Triglyzeriden.
Siehe auch: LDL-Cholesterin, Triglyzeride
Hyperpigmentierung
Dunklere Hautstellen durch vermehrtes Melanin, z. B. Altersflecken, Melasma oder Flecken nach Entzündungen.
Hypothalamus
Steuerzentrale im Zwischenhirn für Körpertemperatur, Hunger, Durst, Schlaf-Wach-Rhythmus und Hormonausschüttung.
Siehe auch: Hypophyse
Haartransplantation
Verpflanzung eigener Haarwurzeln vom Hinterkopf in kahle Bereiche, z. B. mit der FUE-Technik.
Siehe auch: Alopezie
Hämangiom
Blutschwamm: gutartige Gefäßgeschwulst, häufig bei Säuglingen, die sich oft von selbst zurückbildet.
Hämophilie
Bluterkrankheit: erbliche Gerinnungsstörung durch fehlende Gerinnungsfaktoren, fast nur bei Männern.
Siehe auch: Blutgerinnung
Händedesinfektion
Desinfektion der Hände mit alkoholischem Mittel; eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Infektionen in Klinik und Praxis.
Siehe auch: Nosokomial
Harnröhre
Kanal, durch den der Urin aus der Blase nach außen geleitet wird; bei Frauen deutlich kürzer als bei Männern.
Siehe auch: Harnblase
Heilpraktiker
In Deutschland staatlich erlaubter Heilberuf ohne medizinisches Studium; Ausbildung und Prüfung unterscheiden sich grundlegend vom Arztberuf.
Heiserkeit
Veränderte, raue Stimme, meist durch Infekte oder Überlastung. Hält sie länger als drei Wochen an, sollte der Kehlkopf untersucht werden.
Siehe auch: Laryngitis
Hepatitis B
Virusbedingte Leberentzündung, die über Blut und sexuelle Kontakte übertragen wird und chronisch werden kann; eine Impfung schützt.
Siehe auch: Hepatitis
Hepatitis C
Virusbedingte Leberentzündung, die meist über Blut übertragen wird; sie ist heute mit Tabletten in den meisten Fällen heilbar.
Siehe auch: Hepatitis, Leberzirrhose
HIFU
Hochintensiver fokussierter Ultraschall, der Wärme in tieferen Hautschichten erzeugt und so eine Straffung bewirken soll.
Hüftdysplasie
Angeborene Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die beim Ultraschall-Screening von Neugeborenen erkannt wird.
Siehe auch: U-Untersuchungen
Husten
Schutzreflex, der die Atemwege von Schleim und Fremdkörpern befreit. Husten, der länger als acht Wochen anhält, sollte abgeklärt werden.
Siehe auch: Bronchitis
Hydrozephalus
Wasserkopf: krankhafte Erweiterung der Hirnkammern durch gestörten Abfluss des Nervenwassers.
Siehe auch: Liquor
Hygiene
Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionen und zur Gesunderhaltung, z. B. Händewaschen, Desinfektion und Lebensmittelhygiene.
Siehe auch: Händedesinfektion
Hypochondrie
Krankheitsangststörung: anhaltende Angst, ernsthaft krank zu sein, trotz unauffälliger Untersuchungen.
H2-Atemtest
Atemtest, der nach Trinken einer Zuckerlösung Wasserstoff misst; Nachweis von Laktose- oder Fruktoseintoleranz.
Siehe auch: Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz
Haarfollikel
Einstülpung der Haut, in der das Haar wächst und an der eine Talgdrüse mündet.
Siehe auch: Alopezie, Talgdrüsen
Halsstraffung
Operative Straffung der Halshaut, oft gemeinsam mit einem Facelift.
Siehe auch: Facelift
Hämolyse
Vorzeitiger Zerfall roter Blutkörperchen, z. B. durch Autoimmunreaktionen oder Erbkrankheiten.
Siehe auch: Erythrozyten, Anämie
Hantavirus
Virus, das über Ausscheidungen von Mäusen übertragen wird und Fieber und Nierenversagen verursachen kann.
Siehe auch: Niereninsuffizienz
Harnstoff
Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, das über die Nieren ausgeschieden wird; Laborwert für die Nierenfunktion.
Harnverhalt
Unfähigkeit, die volle Blase zu entleeren, z. B. bei Prostatavergrößerung; akut sehr schmerzhaft.
Siehe auch: Prostatavergrößerung, Katheter
Hausarzt
Erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen, die Behandlungen koordiniert und bei Bedarf überweist.
Siehe auch: Allgemeinmedizin, Überweisung
Hautmikrobiom
Gesamtheit der Mikroorganismen auf der Haut, die die Hautbarriere unterstützt.
Siehe auch: Mikrobiom, Hautbarriere
Hauttyp
Einteilung der Haut nach ihrer Lichtempfindlichkeit (Fitzpatrick-Typen I bis VI); wichtig für den Sonnenschutz.
Siehe auch: Lichtschutzfaktor (LSF), UV-Index
Hazard Ratio
Maß dafür, wie viel häufiger ein Ereignis in einer Gruppe im Zeitverlauf eintritt als in einer Vergleichsgruppe.
Siehe auch: Relatives Risiko
Heilmittel
Ärztlich verordnete Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie.
Siehe auch: Physiotherapie, Ergotherapie
Heilmittelwerbegesetz (HWG)
Gesetz, das die Werbung für Arzneimittel, Medizinprodukte und Behandlungen regelt, z. B. keine Heilversprechen.
Siehe auch: Medizinprodukt
Hernienoperation
Verschluss eines Bruchs der Bauchwand, oft mit einem Kunststoffnetz.
Siehe auch: Hernie
Herzchirurgie
Fachgebiet für Operationen am Herzen, z. B. Bypass oder Klappenersatz.
Siehe auch: Bypass, Herzklappen
Herzgeräusch
Zusätzliches Geräusch beim Abhören des Herzens, z. B. durch Klappenfehler; bei Kindern oft harmlos.
Siehe auch: Herzklappen, Auskultation
Herzkammern
Die beiden muskulösen Pumpkammern des Herzens: Die rechte pumpt Blut in die Lunge, die linke in den Körper.
Siehe auch: Herz, Herzvorhöfe
Herzvorhöfe
Die beiden oberen Herzhöhlen, die das Blut sammeln und an die Kammern weitergeben.
Siehe auch: Herzkammern, Vorhofflimmern
Hidradenitis suppurativa
Acne inversa: chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit schmerzhaften Knoten und Abszessen in Achseln und Leisten.
Siehe auch: Abszess
HIIT
Hochintensives Intervalltraining mit kurzen, sehr intensiven Belastungen und Pausen; zeitsparend und wirksam für die Ausdauer.
Siehe auch: VO2max, Ausdauertraining
Hilfsmittel
Gegenstände wie Hörgeräte, Rollstühle oder Bandagen, die eine Behinderung ausgleichen oder eine Behandlung sichern.
Siehe auch: Sanitätshaus
Hirntod
Unumkehrbarer Ausfall aller Hirnfunktionen, der nach festen Regeln von zwei Ärzten festgestellt wird.
Siehe auch: Organtransplantation
Hirsutismus
Männliches Behaarungsmuster bei Frauen, z. B. bei PCO-Syndrom.
Siehe auch: PCO-Syndrom
Hitzewallungen
Plötzliches Hitzegefühl mit Schwitzen, typisch für die Wechseljahre.
Siehe auch: Menopause, Hormonersatztherapie
Hodenhochstand
Hoden, der nicht in den Hodensack abgestiegen ist; wird im ersten Lebensjahr behandelt.
Siehe auch: Hoden
Hodentorsion
Verdrehung des Hodens mit plötzlichem, starkem Schmerz; muss innerhalb weniger Stunden operiert werden.
Siehe auch: Hoden
Hodgkin-Lymphom
Lymphknotenkrebs mit typischen Riesenzellen, häufig bei jungen Erwachsenen und meist heilbar.
Siehe auch: Lymphom
Hohlvene
Die beiden größten Venen des Körpers, die das Blut aus dem Körper in den rechten Vorhof zurückführen.
Hörgerät
Elektronisches Gerät, das Schall verstärkt und an das individuelle Hörvermögen angepasst wird.
Siehe auch: Schwerhörigkeit, Cochlea-Implantat
Hornhautschwielen
Verdickte Hornschicht an stark beanspruchten Hautstellen, z. B. an Fersen und Fußballen.
Siehe auch: Hühnerauge
Hühnerauge
Schmerzhafte Hornhautverdickung mit Kern an Druckstellen der Füße.
Siehe auch: Hornhautschwielen
Hydrochlorothiazid
Entwässerndes Blutdruckmittel (Thiazid); bei Langzeitgebrauch ist an Hautkrebsvorsorge zu denken.
Siehe auch: Diuretikum, Hypertonie
Hydrozele
Wasserbruch: Flüssigkeitsansammlung in der Hodenhülle mit schmerzloser Schwellung.
Siehe auch: Hoden
Hyperkaliämie
Zu hoher Kaliumwert im Blut, z. B. bei Nierenschwäche; kann gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen.
Siehe auch: Kalium, Niereninsuffizienz
Hyperparathyreoidismus
Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit erhöhtem Kalzium im Blut, Nierensteinen und Knochenabbau.
Siehe auch: Nebenschilddrüsen, Calcium
Hypertensive Krise
Starker Blutdruckanstieg, meist über 180/120 mmHg; mit Beschwerden wie Brustschmerz oder Sehstörungen ein Notfall.
Siehe auch: Hypertonie
Hyperventilation
Zu schnelles oder zu tiefes Atmen, oft bei Angst; typisch sind Kribbeln und Verkrampfung der Hände.
Siehe auch: Panikattacke
Hypogonadismus
Unterfunktion der Hoden mit Testosteronmangel und z. B. Antriebslosigkeit oder Libidoverlust.
Siehe auch: Testosteron
Hyponatriämie
Zu niedriger Natriumwert im Blut, z. B. durch Medikamente oder übermäßiges Trinken; kann Verwirrtheit verursachen.
Siehe auch: Natrium, Elektrolyte
Hyposensibilisierung
Allergen-Immuntherapie, bei der der Körper durch steigende Dosen an das Allergen gewöhnt wird.
Siehe auch: Allergie, Heuschnupfen
Hysterektomie
Operative Entfernung der Gebärmutter, z. B. bei Myomen oder Krebs.
Siehe auch: Gebärmutter, Myom