Echokardiographie
Ultraschalluntersuchung des Herzens, mit der Größe, Pumpkraft und Herzklappen beurteilt werden.
Siehe auch: Sonographie, Herzklappen
eGFR
Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate: aus dem Kreatinin berechneter Wert, der angibt, wie gut die Nieren das Blut filtern.
Siehe auch: Kreatinin, Niereninsuffizienz
Eisenmangel
Häufigster Nährstoffmangel weltweit, oft durch Blutverluste (z. B. Menstruation) oder geringe Zufuhr. Folgen sind Müdigkeit, Blässe und Blutarmut.
EKG (Elektrokardiogramm)
Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Herzens über Elektroden auf der Haut. Es zeigt Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen und Herzinfarkte.
Ekzem
Nicht ansteckende, juckende Entzündung der Haut mit Rötung, Bläschen oder Schuppung. Häufigste Form ist das atopische Ekzem (Neurodermitis).
Elektrolyte
Im Blut gelöste Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, die für Nerven, Muskeln und den Wasserhaushalt wichtig sind.
Embolie
Plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch verschlepptes Material, meist ein Blutgerinnsel. Eine Lungenembolie entsteht oft aus einer Beinvenenthrombose.
Endometriose
Gutartige, oft schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe ähnlich der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst. Typisch sind starke Regelschmerzen; die Fruchtbarkeit kann beeinträchtigt sein.
Endoskopie
Spiegelung: Blick in Körperhöhlen oder Organe mit einem dünnen Schlauch mit Kamera, z. B. als Magen- oder Darmspiegelung. Dabei können auch Proben entnommen oder kleine Eingriffe vorgenommen werden.
Entzündung
Abwehrreaktion des Körpers auf Schädigung oder Erreger. Klassische Zeichen sind Rötung, Schwellung, Wärme, Schmerz und eingeschränkte Funktion.
Enzym
Eiweiß, das biochemische Reaktionen im Körper beschleunigt, z. B. bei der Verdauung von Nahrung.
Epidemiologie
Wissenschaft von der Verbreitung und den Ursachen von Krankheiten in der Bevölkerung.
Epigenetik
Lehre von chemischen Markierungen an der DNA und ihren Verpackungseiweißen, die steuern, welche Gene aktiv sind – ohne die Gene selbst zu verändern. Sie wird durch Alter, Lebensstil und Umwelt beeinflusst.
Epigenetische Uhr
Test, der aus Methylierungsmustern der DNA das „biologische Alter“ schätzt. Er wird in der Altersforschung genutzt, um zu messen, ob Maßnahmen das Altern beeinflussen.
Epilepsie
Erkrankung des Gehirns mit wiederkehrenden Krampfanfällen durch übermäßige, gleichzeitige Entladung von Nervenzellen.
Erektile Dysfunktion
Erektionsstörung: anhaltende Schwierigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen. Sie kann ein frühes Warnzeichen für Gefäßerkrankungen sein.
Siehe auch: Arteriosklerose
Erythrozyten
Rote Blutkörperchen, die mit Hilfe von Hämoglobin Sauerstoff von der Lunge ins Gewebe transportieren.
Siehe auch: Hämoglobin, Blutbild
Evidenzbasierte Medizin
Medizin, die Entscheidungen auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Belege stützt und sie mit ärztlicher Erfahrung und den Wünschen der Patienten verbindet.
Siehe auch: Metaanalyse
Exanthem
Hautausschlag, der größere Körperregionen betrifft, z. B. bei Masern, Windpocken oder als Reaktion auf ein Medikament.
Siehe auch: Masern, Windpocken
Extrasystole
Zusätzlicher Herzschlag außerhalb des normalen Rhythmus, oft als „Herzstolpern“ spürbar; meist harmlos.
Siehe auch: Arrhythmie
E-Rezept
Elektronisches Rezept, das über die Gesundheitskarte, eine App oder einen Ausdruck in der Apotheke eingelöst wird.
Siehe auch: Rezeptpflicht
Eierstöcke
Ovarien: paarige weibliche Keimdrüsen, in denen Eizellen heranreifen und Östrogen sowie Progesteron gebildet werden.
Siehe auch: PCO-Syndrom
Elektroenzephalographie (EEG)
Messung der Hirnströme über Elektroden auf der Kopfhaut, etwa bei Epilepsie oder Schlafstörungen.
Siehe auch: Epilepsie
Elektronische Patientenakte (ePA)
Digitale Akte der gesetzlich Versicherten, in der Befunde, Medikationsliste und Arztbriefe gespeichert werden können.
Endokarditis
Entzündung der Herzinnenhaut, meist der Herzklappen, häufig durch Bakterien.
Siehe auch: Herzklappen
Endoprothese
Künstlicher Gelenkersatz, z. B. eine Hüft- oder Knieprothese.
Siehe auch: Arthrose
Endorphine
Körpereigene, opioidähnliche Botenstoffe, die Schmerzen dämpfen und Wohlbefinden auslösen, z. B. bei Ausdauersport.
Epidermis
Oberhaut: äußerste Schicht der Haut, die sich etwa alle vier Wochen vollständig erneuert und den Körper nach außen abschirmt.
Siehe auch: Dermis, Hautbarriere
Erbkrankheit
Erkrankung, die durch Veränderungen im Erbgut entsteht und an Nachkommen weitergegeben werden kann, z. B. Mukoviszidose.
Siehe auch: Mukoviszidose
Ergotherapie
Therapie, die Menschen hilft, Alltagsfähigkeiten nach Krankheit oder Verletzung wiederzuerlangen, z. B. nach einem Schlaganfall.
Ermüdungsbruch
Stressfraktur: Knochenbruch durch wiederholte Überlastung, z. B. am Mittelfuß bei Läufern.
Siehe auch: Fraktur
Erysipel
Wundrose: bakterielle Infektion der Haut und Lymphgefäße mit scharf begrenzter, überwärmter Rötung und Fieber.
Siehe auch: Streptokokken
Escherichia coli
Darmbakterium, das meist harmlos ist; bestimmte Stämme verursachen Harnwegsinfekte oder Durchfallerkrankungen.
Siehe auch: Blasenentzündung
Essstörung
Psychische Erkrankungen mit stark gestörtem Essverhalten, z. B. Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating-Störung. Sie sind behandelbar; Beratungsstellen und Fachärzte helfen weiter.
Eierstockkrebs
Ovarialkarzinom: bösartiger Tumor der Eierstöcke, der oft spät entdeckt wird.
Siehe auch: BRCA
Elastin
Dehnbares Eiweiß im Bindegewebe, das Haut, Gefäßen und Lunge Elastizität verleiht.
Siehe auch: Kollagen
Erbrechen
Schwallartige Entleerung des Mageninhalts über den Mund. Bei anhaltendem Erbrechen droht Flüssigkeitsmangel.
Siehe auch: Dehydratation, Gastroenteritis
Eileiter
Paarige Verbindung zwischen Eierstock und Gebärmutter, in der meist die Befruchtung stattfindet.
Siehe auch: Eierstöcke, Eileiterschwangerschaft
Eileiterschwangerschaft
Einnistung der befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutter, meist im Eileiter; kann lebensgefährliche Blutungen verursachen.
Siehe auch: Eileiter
Elektromyographie (EMG)
Messung der elektrischen Muskelaktivität mit Nadel- oder Oberflächenelektroden.
Siehe auch: Neuropathie
EMDR
Traumatherapie-Methode, bei der belastende Erinnerungen unter geführten Augenbewegungen verarbeitet werden.
Siehe auch: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Endosonographie
Ultraschall von innen über ein Endoskop, z. B. zur Beurteilung von Bauchspeicheldrüse oder Speiseröhre.
Siehe auch: Endoskopie, Sonographie
Endpunkt
Messgröße, an der der Erfolg einer Studie bewertet wird, z. B. Sterblichkeit oder Herzinfarkte.
Siehe auch: Surrogatparameter, Klinische Studie
Entzugssyndrom
Körperliche und psychische Beschwerden beim Absetzen eines Suchtmittels; ein Alkoholentzug kann lebensgefährlich sein.
Siehe auch: Sucht, Alkoholabhängigkeit
Enuresis
Bettnässen bei Kindern ab fünf Jahren; meist harmlos und mit der Zeit abnehmend.
Siehe auch: Inkontinenz
Enzephalitis
Gehirnentzündung, meist durch Viren oder Autoimmunreaktionen; ein Notfall.
Siehe auch: Meningitis, FSME
Eosinophile Granulozyten
Weiße Blutkörperchen, die bei Allergien und Wurminfektionen vermehrt sind.
Siehe auch: Leukozyten, Allergie
Eosinophile Ösophagitis
Allergisch bedingte Entzündung der Speiseröhre mit Schluckstörungen und steckenbleibenden Bissen.
Siehe auch: Dysphagie, Speiseröhre
Erbgang
Muster, nach dem eine Eigenschaft oder Krankheit vererbt wird, z. B. dominant, rezessiv oder X-chromosomal.
Siehe auch: Erbkrankheit, Allel
ERCP
Endoskopische Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge, bei der z. B. Gallensteine entfernt werden können.
Siehe auch: Gallenwege, Gallensteine
Erfrierung
Kälteschaden an Haut und Gewebe, vor allem an Fingern, Zehen, Nase und Ohren.
Siehe auch: Unterkühlung
Erste Hilfe
Sofortmaßnahmen durch Laien bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes: Notruf, Lagerung, Wiederbelebung.
Siehe auch: Reanimation, Stabile Seitenlage
Ersttrimesterscreening
Kombination aus Ultraschall (Nackenfaltenmessung) und Bluttest, die das Risiko für Chromosomenstörungen abschätzt.
Siehe auch: Pränataldiagnostik, Trisomie 21
Ertrinken
Atemnot durch Untertauchen in Flüssigkeit; bei Kindern oft lautlos. Sofort Notruf und Wiederbelebung.
Siehe auch: Reanimation
ESBL
Bakterien, die durch spezielle Enzyme gegen viele Antibiotika resistent sind; ein Problem vor allem in Kliniken.
Ethikkommission
Unabhängiges Gremium, das Studien am Menschen vor Beginn auf ethische und rechtliche Vertretbarkeit prüft.
Siehe auch: Klinische Studie, Informierte Einwilligung
Ezetimib
Cholesterinsenker, der die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmt; oft in Kombination mit Statinen.
Siehe auch: LDL-Cholesterin, Statine