Medizin-Lexikon: F

Facelift

Gesichtsstraffung: Operation, bei der erschlaffte Haut und tiefere Gewebeschichten von Gesicht und Hals angehoben werden.

Ferritin

Eisenspeicher-Eiweiß; der Blutwert spiegelt die Eisenreserven des Körpers wider. Niedrige Werte zeigen einen Eisenmangel an.

Siehe auch: Eisenmangel

Fettleber

Übermäßige Fetteinlagerung in der Leber, meist durch Übergewicht, Bewegungsmangel und Alkohol. Sie verursacht lange keine Beschwerden, kann aber zu Entzündung und Zirrhose führen.

Siehe auch: Leberzirrhose

Fibromyalgie

Chronisches Schmerzsyndrom mit Schmerzen in mehreren Körperregionen, Erschöpfung und Schlafstörungen, ohne nachweisbare Entzündung oder Gewebeschädigung.

Fibrose

Krankhafte Vermehrung von Bindegewebe in einem Organ, das dadurch vernarbt und seine Funktion verliert, z. B. Lungen- oder Leberfibrose.

Fieber

Erhöhung der Körpertemperatur über 38 °C als Abwehrreaktion, meist bei Infektionen.

Filler

Unterspritzungsmaterial, häufig auf Basis von Hyaluronsäure, das Volumen aufbaut und Falten glättet. Hyaluron-Filler werden über Monate abgebaut und lassen sich mit dem Enzym Hyaluronidase auflösen.

Fistel

Krankhafte röhrenförmige Verbindung zwischen einem Hohlorgan und der Körperoberfläche oder einem anderen Organ, z. B. eine Analfistel.

Folsäure

B-Vitamin, wichtig für Zellteilung und Blutbildung. Frauen mit Kinderwunsch wird eine zusätzliche Einnahme empfohlen, um Fehlbildungen des Neuralrohrs beim Kind vorzubeugen.

Fraktur

Knochenbruch. Man unterscheidet u. a. offene und geschlossene sowie verschobene und unverschobene Frakturen.

FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis: durch Zecken übertragene Virusinfektion, die eine Hirnhaut- und Gehirnentzündung verursachen kann. In Risikogebieten, vor allem in Süddeutschland, wird eine Impfung empfohlen.

Siehe auch: Zecke, Meningitis

Furunkel

Tiefe, schmerzhafte Entzündung eines Haarbalgs mit Eiterbildung, meist durch Staphylokokken.

Siehe auch: Abszess

Fadenlifting

Minimalinvasive Straffung, bei der resorbierbare Fäden unter die Haut eingebracht werden, um Gewebe anzuheben.

Falsch-positiv

Testergebnis, das eine Erkrankung anzeigt, obwohl sie nicht vorliegt. Umgekehrt ist ein falsch-negatives Ergebnis unauffällig, obwohl eine Erkrankung besteht.

Siehe auch: Spezifität

Fazialisparese

Lähmung des Gesichtsnervs mit einseitig hängendem Mundwinkel und unvollständigem Lidschluss; sie muss von einem Schlaganfall abgegrenzt werden.

Siehe auch: Schlaganfall

Fehlgeburt

Ende einer Schwangerschaft vor der Lebensfähigkeit des Kindes; sie ist häufig und meist nicht durch die Schwangere verursacht.

Fluorid

Mineralstoff, der den Zahnschmelz härtet und vor Karies schützt, z. B. in Zahnpasta.

Siehe auch: Karies

Freie Radikale

Sehr reaktionsfreudige Moleküle, die bei Stoffwechselprozessen entstehen und Zellbestandteile schädigen können.

Siehe auch: Oxidativer Stress

Frozen Shoulder

Schultersteife: schmerzhafte Entzündung und Schrumpfung der Gelenkkapsel mit stark eingeschränkter Beweglichkeit; heilt meist über Monate aus.

Frühgeburt

Geburt vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche.

Fruktoseintoleranz

Unverträglichkeit von Fruchtzucker; meist handelt es sich um eine gestörte Aufnahme im Darm mit Blähungen und Durchfall.

Fußpilz

Tinea pedis: Pilzinfektion der Haut, meist zwischen den Zehen, mit Juckreiz, Schuppung und aufgeweichter Haut.

Siehe auch: Antimykotikum

Facharzt

Arzt mit abgeschlossener mehrjähriger Weiterbildung in einem Fachgebiet, z. B. Dermatologie oder Plastische Chirurgie.

Falten

Vertiefungen der Haut durch Mimik, nachlassende Elastizität und Volumenverlust. Man unterscheidet dynamische (mimische) und statische Falten.

Siehe auch: Hautalterung, Kollagen

Fatigue

Krankhafte, anhaltende Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht bessert, z. B. bei Krebs, Multipler Sklerose oder nach Infektionen.

Siehe auch: ME/CFS

Fibroblasten

Zellen des Bindegewebes, die Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure bilden.

Siehe auch: Kollagen, Bindegewebe

Fibrom

Gutartige Bindegewebsgeschwulst, an der Haut oft als weiche Stielwarze an Hals oder Achseln.

Fieberkrampf

Krampfanfall bei Fieber im Kleinkindalter, meist harmlos und kurz; beim ersten Mal ärztlich abklären lassen.

Siehe auch: Krampfanfall

Finasterid

Hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron; eingesetzt bei Prostatavergrößerung und erblich bedingtem Haarausfall bei Männern.

Siehe auch: Alopezie, Prostatavergrößerung

Faktor-V-Leiden

Häufige erbliche Veränderung eines Gerinnungsfaktors, die das Thromboserisiko erhöht.

Siehe auch: Thrombophilie, Thrombose

Fall-Kontroll-Studie

Studie, die Erkrankte mit Gesunden vergleicht und nach früheren Einflussfaktoren sucht.

Siehe auch: Beobachtungsstudie

Farbenblindheit

Angeborene Farbsehschwäche, am häufigsten die Rot-Grün-Schwäche bei Männern.

Siehe auch: Netzhaut

Fast-Track-Chirurgie

Behandlungskonzept mit früher Mobilisation und Ernährung nach Operationen für eine schnellere Erholung.

Siehe auch: Rehabilitation

Faszien

Bindegewebshüllen, die Muskeln, Organe und Gefäße umgeben und miteinander verbinden.

Siehe auch: Bindegewebe

Fentanyl

Sehr starkes Opioid, eingesetzt in der Narkose und als Schmerzpflaster; bereits kleine Mengen können lebensgefährlich sein.

Siehe auch: Opioide, Narkose

Fibrinogen

Eiweiß im Blut, das bei der Gerinnung zu Fibrinfäden umgebaut wird; steigt bei Entzündungen.

Siehe auch: Blutgerinnung

Fibroadenom

Häufiger gutartiger Knoten der Brust bei jüngeren Frauen.

Siehe auch: Mammographie, Benigne

Fissurenversiegelung

Versiegelung der Kauflächen-Grübchen bleibender Backenzähne zum Schutz vor Karies.

Siehe auch: Karies

Fluorchinolone

Antibiotika-Gruppe wie Ciprofloxacin, die wegen seltener, aber schwerer Nebenwirkungen an Sehnen und Nerven nur noch eingeschränkt eingesetzt wird.

Siehe auch: Antibiotikum

Fraktionierter Laser

Laser, der feine Mikrozonen in der Haut behandelt und dazwischen gesundes Gewebe lässt, z. B. bei Narben oder Falten.

Siehe auch: Lasertherapie, Narbe

Frontotemporale Demenz

Demenzform, die oft vor dem 65. Lebensjahr beginnt und zuerst Persönlichkeit und Verhalten verändert.

Siehe auch: Demenz

Furosemid

Stark wirksames Entwässerungsmittel (Schleifendiuretikum), z. B. bei Herzschwäche oder Ödemen.

Siehe auch: Diuretikum, Ödem

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