Medizin-Lexikon: P

Palliativmedizin

Behandlung und Begleitung von Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

Pandemie

Weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit, z. B. COVID-19. Ist die Ausbreitung örtlich und zeitlich begrenzt, spricht man von einer Epidemie.

Siehe auch: Epidemiologie

Panikattacke

Plötzliche Welle intensiver Angst mit Herzrasen, Atemnot, Schwindel und Todesangst, die meist nach Minuten abklingt.

Siehe auch: Angststörung

Pankreas

Bauchspeicheldrüse: Organ hinter dem Magen, das Verdauungsenzyme und Hormone wie Insulin bildet.

Siehe auch: Pankreatitis, Insulin

Pankreatitis

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, oft durch Gallensteine oder Alkohol, mit starken gürtelförmigen Oberbauchschmerzen.

Siehe auch: Pankreas, Gallensteine

Pap-Abstrich

Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen.

Siehe auch: HPV

Paracetamol

Schmerz- und fiebersenkender Wirkstoff ohne nennenswerte entzündungshemmende Wirkung. Eine Überdosierung kann die Leber schwer schädigen.

Siehe auch: Analgetikum

Parkinson-Krankheit

Fortschreitende Erkrankung des Gehirns durch den Verlust Dopamin-bildender Nervenzellen. Typisch sind Zittern in Ruhe, verlangsamte Bewegungen und Muskelsteifigkeit.

Siehe auch: Dopamin

Parodontitis

Entzündung des Zahnhalteapparats, die Zahnfleisch und Kieferknochen zerstört und unbehandelt zu Zahnverlust führt. Sie steht in Zusammenhang mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Siehe auch: Gingivitis

Pathologie

Lehre von den Krankheiten; als Fachgebiet vor allem die Untersuchung von Gewebeproben und Organen, um Krankheiten festzustellen.

PCO-Syndrom

Polyzystisches Ovarialsyndrom: häufige Hormonstörung mit unregelmäßigem Zyklus, erhöhten männlichen Hormonen und vielen kleinen Follikeln in den Eierstöcken.

Penicillin

Erstes entdecktes Antibiotikum (1928 durch Alexander Fleming) und bis heute wichtige Wirkstoffgruppe gegen bakterielle Infektionen.

Siehe auch: Antibiotikum

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Durchblutungsstörung der Beine durch Arteriosklerose. Typisch sind Wadenschmerzen beim Gehen, die im Stehen nachlassen („Schaufensterkrankheit“).

Siehe auch: Arteriosklerose

Pharmakokinetik

Lehre davon, was der Körper mit einem Arzneimittel macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung.

Siehe auch: Halbwertszeit

Placebo

Scheinmedikament ohne Wirkstoff. In klinischen Studien dient es als Vergleich, um die tatsächliche Wirkung eines Medikaments zu erkennen.

Plastische Chirurgie

Fachgebiet, das Form und Funktion des Körpers wiederherstellt oder verbessert. Es umfasst rekonstruktive, Hand-, Verbrennungs- und ästhetische Chirurgie.

Plötzlicher Kindstod

Unerwarteter Tod eines Säuglings im Schlaf ohne erkennbare Ursache. Rückenlage im eigenen Schlafsack, eine rauchfreie Umgebung und Stillen senken das Risiko.

Pneumothorax

Luftansammlung zwischen Lunge und Brustwand, durch die ein Lungenflügel ganz oder teilweise zusammenfällt. Plötzliche Brustschmerzen und Atemnot sind typisch.

Polyp

Gutartige Schleimhautwucherung, z. B. im Darm oder in der Nase. Darmpolypen können sich über Jahre zu Krebs entwickeln.

Siehe auch: Koloskopie, Darmkrebs

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Psychische Erkrankung nach einem extrem belastenden Ereignis mit wiederkehrenden Erinnerungen (Flashbacks), Vermeidungsverhalten und ständiger Anspannung.

Siehe auch: Trauma

Prädiabetes

Vorstufe des Typ-2-Diabetes mit erhöhten, aber noch nicht diabetischen Blutzuckerwerten. Gewichtsabnahme und Bewegung können das Fortschreiten oft verhindern.

Siehe auch: Diabetes mellitus, Insulinresistenz

Präeklampsie

Schwangerschaftserkrankung mit Bluthochdruck und Organbeteiligung ab der 20. Schwangerschaftswoche, die für Mutter und Kind gefährlich werden kann.

Prävalenz

Anteil der Menschen in einer Bevölkerung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Krankheit leiden.

Siehe auch: Inzidenz, Epidemiologie

Prävention

Vorbeugung: Maßnahmen, die das Entstehen von Krankheiten verhindern (Primärprävention), sie früh erkennen (Sekundärprävention) oder Folgeschäden begrenzen (Tertiärprävention).

Presbyopie

Altersweitsichtigkeit: nachlassende Fähigkeit der Augenlinse, auf Nähe scharf zu stellen, meist ab etwa 45 Jahren.

Probiotika

Lebende Mikroorganismen, z. B. Milchsäurebakterien, die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben sollen. Die Studienlage ist je nach Beschwerde unterschiedlich.

Siehe auch: Mikrobiom

Prognose

Vorhersage des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs und der Heilungsaussichten.

Prostata

Vorsteherdrüse des Mannes unterhalb der Harnblase, die einen Teil der Samenflüssigkeit bildet. Mit dem Alter vergrößert sie sich häufig gutartig.

Siehe auch: Prostatavergrößerung, Prostatakrebs

Prostatakrebs

Prostatakarzinom: häufigste Krebserkrankung bei Männern, meist langsam wachsend.

Siehe auch: Prostata, PSA

Prostatavergrößerung

Benigne Prostatahyperplasie: gutartige Vergrößerung der Prostata im Alter mit schwachem Harnstrahl und häufigem nächtlichem Wasserlassen.

Siehe auch: Prostata

PSA

Prostataspezifisches Antigen: Eiweiß aus der Prostata, dessen Blutwert zur Früherkennung von Prostatakrebs genutzt werden kann. Erhöhte Werte haben aber auch harmlose Ursachen.

Siehe auch: Prostatakrebs

Pseudokrupp

Virusbedingte Entzündung im Kehlkopfbereich bei Kleinkindern mit bellendem Husten und pfeifender Einatmung, oft nachts.

Psoriasis

Schuppenflechte: chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung mit scharf begrenzten, geröteten und silbrig schuppenden Hautstellen. Sie kann auch Gelenke befallen.

Psychose

Zustand, in dem der Bezug zur Realität vorübergehend verloren geht, etwa durch Wahnvorstellungen oder Halluzinationen.

Siehe auch: Schizophrenie

Psychotherapie

Behandlung psychischer Erkrankungen mit wissenschaftlich anerkannten Gesprächs- und Übungsverfahren, z. B. Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Puls

Tastbare Druckwelle in den Arterien bei jedem Herzschlag; in Ruhe bei Erwachsenen meist 60 bis 100 Schläge pro Minute.

Pulsoxymetrie

Messung der Sauerstoffsättigung im Blut mit einem Clip am Finger. Normal sind Werte ab etwa 95 Prozent.

p-Wert

Statistisches Maß dafür, wie wahrscheinlich ein Ergebnis zufällig zustande käme, wenn kein echter Effekt bestünde. Werte unter 0,05 gelten meist als statistisch signifikant.

Pädiatrie

Kinder- und Jugendmedizin: Fachgebiet für Gesundheit und Krankheiten von der Geburt bis zum Jugendalter.

Pathophysiologie

Lehre von den krankhaft veränderten Körperfunktionen und davon, wie Krankheiten entstehen und verlaufen.

Siehe auch: Physiologie

Patientenverfügung

Schriftliche Festlegung, welche medizinischen Maßnahmen man wünscht oder ablehnt, falls man selbst nicht mehr entscheiden kann.

Siehe auch: Aufklärungsgespräch

PCR

Polymerase-Kettenreaktion: Laborverfahren, das Erbgut vervielfältigt und Erreger dadurch sehr empfindlich nachweist.

Peer-Review

Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten durch unabhängige Fachleute vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift.

Perikarditis

Herzbeutelentzündung mit stechendem, atem- und lageabhängigem Brustschmerz.

PET-CT

Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie, die die Stoffwechselaktivität von Gewebe sichtbar macht; wichtig in der Krebsdiagnostik.

Siehe auch: Computertomographie (CT)

pH-Wert

Maß für den Säuregehalt einer Lösung. Im Blut liegt er eng zwischen 7,35 und 7,45.

Siehe auch: Azidose

Pharmakogenetik

Untersuchung, wie Erbanlagen die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten beeinflussen.

Siehe auch: Präzisionsmedizin

Physiologie

Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des Körpers.

Siehe auch: Pathophysiologie

Physiotherapie

Krankengymnastik: Behandlung mit Übungen und manuellen Techniken, um Beweglichkeit, Kraft und Funktion zu verbessern.

Plantarfasziitis

Reizung der Sehnenplatte der Fußsohle mit Fersenschmerzen, besonders bei den ersten Schritten am Morgen; oft mit Fersensporn.

Plattenepithelkarzinom

Zweithäufigste Form des hellen Hautkrebses, oft aus aktinischen Keratosen entstehend; früh behandelt sehr gut heilbar.

Siehe auch: Aktinische Keratose, Hautkrebs

Plazenta

Mutterkuchen: Organ, das das ungeborene Kind während der Schwangerschaft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Hormone bildet.

Pleuraerguss

Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand, z. B. bei Herzschwäche, Entzündungen oder Tumoren.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Körperliche und seelische Beschwerden in den Tagen vor der Regelblutung, z. B. Reizbarkeit, Brustspannen und Kopfschmerzen.

Pränataldiagnostik

Vorgeburtliche Untersuchungen des ungeborenen Kindes, z. B. Ultraschall, Bluttests oder Fruchtwasseruntersuchung.

Präzisionsmedizin

Behandlung, die auf genetische und biologische Merkmale des einzelnen Menschen oder seines Tumors zugeschnitten ist.

Siehe auch: Zielgerichtete Therapie

Professionelle Zahnreinigung

Gründliche Entfernung von Belägen und Zahnstein in der Zahnarztpraxis.

Siehe auch: Zahnstein

Proteine

Eiweiße: aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die als Baustoffe, Enzyme und Botenstoffe dienen.

Siehe auch: Enzym

Proteinurie

Ausscheidung von Eiweiß im Urin; ein Hinweis auf eine Nierenschädigung, z. B. bei Diabetes oder Bluthochdruck.

Siehe auch: Niereninsuffizienz

Protonenpumpenhemmer

Magensäurehemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol, eingesetzt bei Sodbrennen, Magengeschwüren und zum Magenschutz.

Siehe auch: Reflux

PRP-Behandlung

Eigenblutbehandlung, bei der aus dem eigenen Blut gewonnenes plättchenreiches Plasma injiziert wird. Die Wirksamkeit ist je nach Anwendung unterschiedlich gut belegt.

Punktion

Einstich mit einer Hohlnadel, um Flüssigkeit oder Gewebe zu entnehmen oder Medikamente zu verabreichen.

Siehe auch: Lumbalpunktion, Biopsie

Pyelonephritis

Nierenbeckenentzündung: aufsteigende bakterielle Infektion mit Fieber, Flankenschmerzen und Krankheitsgefühl.

Siehe auch: Blasenentzündung

Palpitationen

Bewusst wahrgenommenes Herzklopfen oder Herzstolpern; meist harmlos, manchmal Zeichen einer Rhythmusstörung.

Siehe auch: Extrasystole, Arrhythmie

Pantoprazol

Protonenpumpenhemmer, der die Magensäurebildung verringert, z. B. bei Sodbrennen oder als Magenschutz.

Siehe auch: Protonenpumpenhemmer

Parabiose

Experimentelles Verfahren, bei dem die Blutkreisläufe zweier Tiere verbunden werden; junges Blut verbesserte bei alten Mäusen einige Organfunktionen.

Siehe auch: Longevity

Parästhesie

Missempfindung wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit, z. B. bei Nervenschäden oder eingeklemmten Nerven.

Siehe auch: Neuropathie, Karpaltunnelsyndrom

Parese

Lähmung bzw. Muskelschwäche durch Schädigung von Nerven oder Gehirn; eine vollständige Lähmung heißt Plegie.

Siehe auch: Schlaganfall

Phimose

Vorhautverengung, bei der sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückziehen lässt.

Phobie

Starke, unangemessene Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten, z. B. Höhen, Spinnen oder sozialen Situationen.

Siehe auch: Angststörung

Pityriasis versicolor

Kleienpilzflechte: harmlose Hefepilzinfektion mit hellen oder bräunlichen, leicht schuppenden Flecken am Oberkörper.

Polymyalgia rheumatica

Entzündliche Erkrankung älterer Menschen mit Schmerzen und Steifigkeit in Schultern und Hüften; sie spricht gut auf Kortison an.

Siehe auch: Kortison

Postpartale Depression

Depression nach der Geburt, die über den kurzen Babyblues hinausgeht und behandelt werden sollte.

Siehe auch: Babyblues, Depression

Präkanzerose

Krebsvorstufe: Gewebeveränderung, aus der sich ein bösartiger Tumor entwickeln kann, z. B. aktinische Keratose oder Darmpolyp.

Siehe auch: Aktinische Keratose, Polyp

Prednisolon

Häufig eingesetztes Glukokortikoid („Kortison“) gegen Entzündungen und überschießende Immunreaktionen.

Siehe auch: Kortison

Propofol

Schnell wirksames Narkosemittel, das in die Vene gespritzt wird, z. B. für Narkosen oder Sedierungen bei Spiegelungen.

Siehe auch: Narkose, Sedierung

Prostatitis

Entzündung der Prostata mit Schmerzen im Becken und beim Wasserlassen.

Siehe auch: Prostata

Psoriasis-Arthritis

Gelenkentzündung bei Menschen mit Schuppenflechte, häufig an Fingern und Zehen.

Siehe auch: Psoriasis

Pulmonale Hypertonie

Lungenhochdruck: erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf, der das rechte Herz belastet.

Paraneoplastisches Syndrom

Beschwerden, die nicht vom Tumor selbst, sondern von dessen Botenstoffen oder Immunreaktionen ausgelöst werden.

Siehe auch: Tumor

Paukenerguss

Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, häufig bei Kindern, mit vorübergehender Schwerhörigkeit.

Siehe auch: Mittelohr, Paukenröhrchen

Paukenröhrchen

Winziges Röhrchen im Trommelfell, das das Mittelohr belüftet, z. B. bei wiederkehrendem Paukenerguss.

Siehe auch: Paukenerguss, Trommelfell

Peak-Flow-Messung

Einfache Messung der maximalen Ausatemstärke mit einem kleinen Gerät; hilft bei der Kontrolle von Asthma.

Siehe auch: Asthma bronchiale, Spirometrie

Pemphigoid

Blasenbildende Autoimmunerkrankung der Haut, vor allem bei älteren Menschen.

Siehe auch: Autoimmunerkrankung

Periduralanästhesie

Rückenmarksnahe Betäubung zur Schmerzlinderung unter der Geburt.

Siehe auch: Regionalanästhesie

Perimenopause

Übergangsphase vor der letzten Regelblutung mit schwankenden Hormonen und unregelmäßigem Zyklus.

Siehe auch: Menopause, Hitzewallungen

Perimetrie

Gesichtsfelduntersuchung, die prüft, welche Bereiche das Auge wahrnimmt; wichtig beim Glaukom.

Siehe auch: Glaukom

Periorale Dermatitis

Rötung und Knötchen um den Mund, oft durch zu viel Pflege oder Kortisoncremes.

Siehe auch: Dermatitis, Rosazea

Peripheres Nervensystem

Alle Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark, die Signale zu Muskeln und Organen leiten und Empfindungen zurückmelden.

Siehe auch: Zentralnervensystem (ZNS), Neuropathie

Perzentile

Kurven, mit denen Größe und Gewicht eines Kindes mit Gleichaltrigen verglichen werden.

Siehe auch: U-Untersuchungen

Pflegegrad

Einstufung der Pflegebedürftigkeit in fünf Grade, nach der sich die Leistungen der Pflegeversicherung richten.

Siehe auch: Geriatrie

Pfortader

Große Vene, die nährstoffreiches Blut aus Magen, Darm und Milz zur Leber bringt.

Siehe auch: Leber, Leberzirrhose

Phantomschmerz

Schmerzen, die in einem amputierten Körperteil empfunden werden.

Siehe auch: Amputation

Phäochromozytom

Meist gutartiger Tumor der Nebenniere, der anfallsartig Stresshormone ausschüttet und Blutdruckspitzen verursacht.

Siehe auch: Nebenniere, Hypertonie

Pharmakovigilanz

Systematische Überwachung von Arzneimitteln nach der Zulassung, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Siehe auch: Nebenwirkung, Rote-Hand-Brief

Phenylketonurie

Angeborene Stoffwechselstörung, die beim Neugeborenenscreening erkannt und mit einer speziellen Diät behandelt wird.

Siehe auch: Neugeborenenscreening

Photodynamische Therapie

Behandlung mit einer lichtempfindlich machenden Creme und anschließender Bestrahlung, z. B. bei aktinischen Keratosen.

Siehe auch: Aktinische Keratose

Pille danach

Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr; rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und je früher, desto wirksamer.

Siehe auch: Kontrazeption

Plattfuß

Abgeflachtes Fußgewölbe; im Kindesalter oft harmlos.

Siehe auch: Orthopädie

Pleuritis

Rippenfellentzündung mit atemabhängigen Brustschmerzen.

Siehe auch: Pleuraerguss

Pneumokokken

Bakterien, die Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Hirnhautentzündung verursachen; Impfung u. a. ab 60 empfohlen.

Siehe auch: Lungenentzündung, Impfung

Polygener Risikoscore

Wert, der viele kleine genetische Varianten zusammenfasst, um ein Krankheitsrisiko abzuschätzen.

Siehe auch: Gentest, Präzisionsmedizin

Polyglobulie

Zu viele rote Blutkörperchen, z. B. bei Rauchern, in großer Höhe oder bei Knochenmarkserkrankungen.

Siehe auch: Erythrozyten, Hämatokrit

Polynukleotide

Injektionen mit DNA-Bruchstücken, meist aus Fisch, die die Hautqualität verbessern sollen; die Datenlage ist noch begrenzt.

Siehe auch: Skinbooster

Polysomnographie

Untersuchung im Schlaflabor mit Messung von Hirnströmen, Atmung, Puls und Bewegungen.

Siehe auch: Schlafapnoe, Narkolepsie

Polytrauma

Gleichzeitige Verletzung mehrerer Körperregionen, von denen mindestens eine lebensbedrohlich ist.

Siehe auch: Schockraum

Positiver Vorhersagewert

Wahrscheinlichkeit, dass bei einem positiven Testergebnis die Erkrankung tatsächlich vorliegt; hängt stark von der Häufigkeit der Krankheit ab.

Siehe auch: Sensitivität, Spezifität

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Vorbeugende Behandlung nach möglichem Kontakt mit einem Erreger, z. B. HIV oder Tollwut; sie muss rasch beginnen.

Siehe auch: HIV, Tollwut

Präbiotika

Unverdauliche Nahrungsbestandteile wie Inulin, die nützliche Darmbakterien ernähren.

Siehe auch: Probiotika, Ballaststoffe

Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

Vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten durch Menschen mit erhöhtem Risiko.

Siehe auch: HIV

Prick-Test

Hauttest, bei dem Allergenlösungen in die Haut eingebracht werden, um Allergien nachzuweisen.

Siehe auch: Allergie

Primär biliäre Cholangitis

Autoimmunerkrankung der kleinen Gallengänge in der Leber, vor allem bei Frauen mittleren Alters.

Siehe auch: Gallenwege, Leberzirrhose

Primärprävention

Maßnahmen, die verhindern, dass eine Krankheit überhaupt entsteht, z. B. Impfungen oder Bewegung.

Siehe auch: Prävention, Screening

Private Krankenversicherung (PKV)

Krankenversicherung für Selbstständige, Beamte und Gutverdiener mit Abrechnung nach GOÄ.

Siehe auch: GOÄ

Privinismus

Gewöhnung an abschwellende Nasensprays bei Daueranwendung, die die Schleimhaut schädigt.

Siehe auch: Rhinitis

Procalcitonin

Laborwert, der bei bakteriellen Infektionen und Sepsis stark ansteigt und bei der Entscheidung über Antibiotika hilft.

Siehe auch: Sepsis, C-reaktives Protein (CRP)

Progesteron

Gelbkörperhormon, das die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorbereitet und diese erhält.

Siehe auch: Östrogen, Menstruation

Prolaktin

Hormon der Hirnanhangsdrüse, das die Milchbildung anregt; erhöhte Werte können Zyklusstörungen verursachen.

Siehe auch: Hypophyse, Stillen

Proteomik

Erforschung der Gesamtheit aller Eiweiße in Zellen, Geweben oder Blut.

Siehe auch: Proteine, Biomarker

Protonentherapie

Form der Strahlentherapie mit Protonen, die besonders präzise wirkt und umliegendes Gewebe schont.

Siehe auch: Strahlentherapie

Psychiatrie

Medizinisches Fachgebiet für Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen.

Siehe auch: Psychotherapie

Psychische Krise

Akute seelische Ausnahmesituation. Hilfe gibt es rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111) und im Notfall unter 112.

Siehe auch: Psychotherapie, Notaufnahme

Psychoanalyse

Auf Sigmund Freud zurückgehendes Therapieverfahren, das unbewusste Konflikte über längere Zeit bearbeitet.

Siehe auch: Psychotherapie

Psychosomatik

Fachgebiet, das die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper bei Erkrankungen betrachtet.

Siehe auch: Somatische Belastungsstörung

PTT

Partielle Thromboplastinzeit: Gerinnungstest, der u. a. die Wirkung von Heparin anzeigt.

Siehe auch: Blutgerinnung, Heparin

Pubertät

Entwicklungsphase der Geschlechtsreife, bei Mädchen meist zwischen 8 und 13, bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren beginnend.

Siehe auch: Hormon

Pupille

Öffnung in der Mitte der Iris, die sich bei Dunkelheit erweitert und bei Helligkeit verengt.

Siehe auch: Iris

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