Palliativmedizin
Behandlung und Begleitung von Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.
Pandemie
Weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit, z. B. COVID-19. Ist die Ausbreitung örtlich und zeitlich begrenzt, spricht man von einer Epidemie.
Siehe auch: Epidemiologie
Panikattacke
Plötzliche Welle intensiver Angst mit Herzrasen, Atemnot, Schwindel und Todesangst, die meist nach Minuten abklingt.
Siehe auch: Angststörung
Pankreas
Bauchspeicheldrüse: Organ hinter dem Magen, das Verdauungsenzyme und Hormone wie Insulin bildet.
Siehe auch: Pankreatitis, Insulin
Pankreatitis
Entzündung der Bauchspeicheldrüse, oft durch Gallensteine oder Alkohol, mit starken gürtelförmigen Oberbauchschmerzen.
Siehe auch: Pankreas, Gallensteine
Pap-Abstrich
Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen.
Siehe auch: HPV
Paracetamol
Schmerz- und fiebersenkender Wirkstoff ohne nennenswerte entzündungshemmende Wirkung. Eine Überdosierung kann die Leber schwer schädigen.
Siehe auch: Analgetikum
Parkinson-Krankheit
Fortschreitende Erkrankung des Gehirns durch den Verlust Dopamin-bildender Nervenzellen. Typisch sind Zittern in Ruhe, verlangsamte Bewegungen und Muskelsteifigkeit.
Siehe auch: Dopamin
Parodontitis
Entzündung des Zahnhalteapparats, die Zahnfleisch und Kieferknochen zerstört und unbehandelt zu Zahnverlust führt. Sie steht in Zusammenhang mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Siehe auch: Gingivitis
Pathologie
Lehre von den Krankheiten; als Fachgebiet vor allem die Untersuchung von Gewebeproben und Organen, um Krankheiten festzustellen.
PCO-Syndrom
Polyzystisches Ovarialsyndrom: häufige Hormonstörung mit unregelmäßigem Zyklus, erhöhten männlichen Hormonen und vielen kleinen Follikeln in den Eierstöcken.
Penicillin
Erstes entdecktes Antibiotikum (1928 durch Alexander Fleming) und bis heute wichtige Wirkstoffgruppe gegen bakterielle Infektionen.
Siehe auch: Antibiotikum
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Durchblutungsstörung der Beine durch Arteriosklerose. Typisch sind Wadenschmerzen beim Gehen, die im Stehen nachlassen („Schaufensterkrankheit“).
Siehe auch: Arteriosklerose
Pharmakokinetik
Lehre davon, was der Körper mit einem Arzneimittel macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung.
Siehe auch: Halbwertszeit
Placebo
Scheinmedikament ohne Wirkstoff. In klinischen Studien dient es als Vergleich, um die tatsächliche Wirkung eines Medikaments zu erkennen.
Plastische Chirurgie
Fachgebiet, das Form und Funktion des Körpers wiederherstellt oder verbessert. Es umfasst rekonstruktive, Hand-, Verbrennungs- und ästhetische Chirurgie.
Plötzlicher Kindstod
Unerwarteter Tod eines Säuglings im Schlaf ohne erkennbare Ursache. Rückenlage im eigenen Schlafsack, eine rauchfreie Umgebung und Stillen senken das Risiko.
Pneumothorax
Luftansammlung zwischen Lunge und Brustwand, durch die ein Lungenflügel ganz oder teilweise zusammenfällt. Plötzliche Brustschmerzen und Atemnot sind typisch.
Polyp
Gutartige Schleimhautwucherung, z. B. im Darm oder in der Nase. Darmpolypen können sich über Jahre zu Krebs entwickeln.
Siehe auch: Koloskopie, Darmkrebs
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Psychische Erkrankung nach einem extrem belastenden Ereignis mit wiederkehrenden Erinnerungen (Flashbacks), Vermeidungsverhalten und ständiger Anspannung.
Siehe auch: Trauma
Prädiabetes
Vorstufe des Typ-2-Diabetes mit erhöhten, aber noch nicht diabetischen Blutzuckerwerten. Gewichtsabnahme und Bewegung können das Fortschreiten oft verhindern.
Siehe auch: Diabetes mellitus, Insulinresistenz
Präeklampsie
Schwangerschaftserkrankung mit Bluthochdruck und Organbeteiligung ab der 20. Schwangerschaftswoche, die für Mutter und Kind gefährlich werden kann.
Prävalenz
Anteil der Menschen in einer Bevölkerung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Krankheit leiden.
Siehe auch: Inzidenz, Epidemiologie
Prävention
Vorbeugung: Maßnahmen, die das Entstehen von Krankheiten verhindern (Primärprävention), sie früh erkennen (Sekundärprävention) oder Folgeschäden begrenzen (Tertiärprävention).
Presbyopie
Altersweitsichtigkeit: nachlassende Fähigkeit der Augenlinse, auf Nähe scharf zu stellen, meist ab etwa 45 Jahren.
Probiotika
Lebende Mikroorganismen, z. B. Milchsäurebakterien, die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben sollen. Die Studienlage ist je nach Beschwerde unterschiedlich.
Siehe auch: Mikrobiom
Prognose
Vorhersage des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs und der Heilungsaussichten.
Prostata
Vorsteherdrüse des Mannes unterhalb der Harnblase, die einen Teil der Samenflüssigkeit bildet. Mit dem Alter vergrößert sie sich häufig gutartig.
Siehe auch: Prostatavergrößerung, Prostatakrebs
Prostatakrebs
Prostatakarzinom: häufigste Krebserkrankung bei Männern, meist langsam wachsend.
Prostatavergrößerung
Benigne Prostatahyperplasie: gutartige Vergrößerung der Prostata im Alter mit schwachem Harnstrahl und häufigem nächtlichem Wasserlassen.
Siehe auch: Prostata
PSA
Prostataspezifisches Antigen: Eiweiß aus der Prostata, dessen Blutwert zur Früherkennung von Prostatakrebs genutzt werden kann. Erhöhte Werte haben aber auch harmlose Ursachen.
Siehe auch: Prostatakrebs
Pseudokrupp
Virusbedingte Entzündung im Kehlkopfbereich bei Kleinkindern mit bellendem Husten und pfeifender Einatmung, oft nachts.
Psoriasis
Schuppenflechte: chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung mit scharf begrenzten, geröteten und silbrig schuppenden Hautstellen. Sie kann auch Gelenke befallen.
Psychose
Zustand, in dem der Bezug zur Realität vorübergehend verloren geht, etwa durch Wahnvorstellungen oder Halluzinationen.
Siehe auch: Schizophrenie
Psychotherapie
Behandlung psychischer Erkrankungen mit wissenschaftlich anerkannten Gesprächs- und Übungsverfahren, z. B. Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Puls
Tastbare Druckwelle in den Arterien bei jedem Herzschlag; in Ruhe bei Erwachsenen meist 60 bis 100 Schläge pro Minute.
Pulsoxymetrie
Messung der Sauerstoffsättigung im Blut mit einem Clip am Finger. Normal sind Werte ab etwa 95 Prozent.
p-Wert
Statistisches Maß dafür, wie wahrscheinlich ein Ergebnis zufällig zustande käme, wenn kein echter Effekt bestünde. Werte unter 0,05 gelten meist als statistisch signifikant.
Pädiatrie
Kinder- und Jugendmedizin: Fachgebiet für Gesundheit und Krankheiten von der Geburt bis zum Jugendalter.
Pathophysiologie
Lehre von den krankhaft veränderten Körperfunktionen und davon, wie Krankheiten entstehen und verlaufen.
Siehe auch: Physiologie
Patientenverfügung
Schriftliche Festlegung, welche medizinischen Maßnahmen man wünscht oder ablehnt, falls man selbst nicht mehr entscheiden kann.
Siehe auch: Aufklärungsgespräch
PCR
Polymerase-Kettenreaktion: Laborverfahren, das Erbgut vervielfältigt und Erreger dadurch sehr empfindlich nachweist.
Peer-Review
Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten durch unabhängige Fachleute vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift.
Perikarditis
Herzbeutelentzündung mit stechendem, atem- und lageabhängigem Brustschmerz.
PET-CT
Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie, die die Stoffwechselaktivität von Gewebe sichtbar macht; wichtig in der Krebsdiagnostik.
Siehe auch: Computertomographie (CT)
pH-Wert
Maß für den Säuregehalt einer Lösung. Im Blut liegt er eng zwischen 7,35 und 7,45.
Siehe auch: Azidose
Pharmakogenetik
Untersuchung, wie Erbanlagen die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten beeinflussen.
Siehe auch: Präzisionsmedizin
Physiologie
Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des Körpers.
Siehe auch: Pathophysiologie
Physiotherapie
Krankengymnastik: Behandlung mit Übungen und manuellen Techniken, um Beweglichkeit, Kraft und Funktion zu verbessern.
Plantarfasziitis
Reizung der Sehnenplatte der Fußsohle mit Fersenschmerzen, besonders bei den ersten Schritten am Morgen; oft mit Fersensporn.
Plattenepithelkarzinom
Zweithäufigste Form des hellen Hautkrebses, oft aus aktinischen Keratosen entstehend; früh behandelt sehr gut heilbar.
Siehe auch: Aktinische Keratose, Hautkrebs
Plazenta
Mutterkuchen: Organ, das das ungeborene Kind während der Schwangerschaft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Hormone bildet.
Pleuraerguss
Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand, z. B. bei Herzschwäche, Entzündungen oder Tumoren.
Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Körperliche und seelische Beschwerden in den Tagen vor der Regelblutung, z. B. Reizbarkeit, Brustspannen und Kopfschmerzen.
Pränataldiagnostik
Vorgeburtliche Untersuchungen des ungeborenen Kindes, z. B. Ultraschall, Bluttests oder Fruchtwasseruntersuchung.
Präzisionsmedizin
Behandlung, die auf genetische und biologische Merkmale des einzelnen Menschen oder seines Tumors zugeschnitten ist.
Siehe auch: Zielgerichtete Therapie
Professionelle Zahnreinigung
Gründliche Entfernung von Belägen und Zahnstein in der Zahnarztpraxis.
Siehe auch: Zahnstein
Proteine
Eiweiße: aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die als Baustoffe, Enzyme und Botenstoffe dienen.
Siehe auch: Enzym
Proteinurie
Ausscheidung von Eiweiß im Urin; ein Hinweis auf eine Nierenschädigung, z. B. bei Diabetes oder Bluthochdruck.
Siehe auch: Niereninsuffizienz
Protonenpumpenhemmer
Magensäurehemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol, eingesetzt bei Sodbrennen, Magengeschwüren und zum Magenschutz.
Siehe auch: Reflux
PRP-Behandlung
Eigenblutbehandlung, bei der aus dem eigenen Blut gewonnenes plättchenreiches Plasma injiziert wird. Die Wirksamkeit ist je nach Anwendung unterschiedlich gut belegt.
Punktion
Einstich mit einer Hohlnadel, um Flüssigkeit oder Gewebe zu entnehmen oder Medikamente zu verabreichen.
Siehe auch: Lumbalpunktion, Biopsie
Pyelonephritis
Nierenbeckenentzündung: aufsteigende bakterielle Infektion mit Fieber, Flankenschmerzen und Krankheitsgefühl.
Siehe auch: Blasenentzündung
Palpitationen
Bewusst wahrgenommenes Herzklopfen oder Herzstolpern; meist harmlos, manchmal Zeichen einer Rhythmusstörung.
Siehe auch: Extrasystole, Arrhythmie
Pantoprazol
Protonenpumpenhemmer, der die Magensäurebildung verringert, z. B. bei Sodbrennen oder als Magenschutz.
Siehe auch: Protonenpumpenhemmer
Parabiose
Experimentelles Verfahren, bei dem die Blutkreisläufe zweier Tiere verbunden werden; junges Blut verbesserte bei alten Mäusen einige Organfunktionen.
Siehe auch: Longevity
Parästhesie
Missempfindung wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit, z. B. bei Nervenschäden oder eingeklemmten Nerven.
Siehe auch: Neuropathie, Karpaltunnelsyndrom
Parese
Lähmung bzw. Muskelschwäche durch Schädigung von Nerven oder Gehirn; eine vollständige Lähmung heißt Plegie.
Siehe auch: Schlaganfall
Phimose
Vorhautverengung, bei der sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückziehen lässt.
Phobie
Starke, unangemessene Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten, z. B. Höhen, Spinnen oder sozialen Situationen.
Siehe auch: Angststörung
Pityriasis versicolor
Kleienpilzflechte: harmlose Hefepilzinfektion mit hellen oder bräunlichen, leicht schuppenden Flecken am Oberkörper.
Polymyalgia rheumatica
Entzündliche Erkrankung älterer Menschen mit Schmerzen und Steifigkeit in Schultern und Hüften; sie spricht gut auf Kortison an.
Siehe auch: Kortison
Postpartale Depression
Depression nach der Geburt, die über den kurzen Babyblues hinausgeht und behandelt werden sollte.
Siehe auch: Babyblues, Depression
Präkanzerose
Krebsvorstufe: Gewebeveränderung, aus der sich ein bösartiger Tumor entwickeln kann, z. B. aktinische Keratose oder Darmpolyp.
Siehe auch: Aktinische Keratose, Polyp
Prednisolon
Häufig eingesetztes Glukokortikoid („Kortison“) gegen Entzündungen und überschießende Immunreaktionen.
Siehe auch: Kortison
Prime Editing
Weiterentwicklung der Genschere, die gezielt kleine DNA-Abschnitte umschreiben kann, ohne einen Doppelstrangbruch zu erzeugen.
Siehe auch: CRISPR-Cas9, Basen-Editierung (Base Editing)
Propofol
Schnell wirksames Narkosemittel, das in die Vene gespritzt wird, z. B. für Narkosen oder Sedierungen bei Spiegelungen.
Prostatitis
Entzündung der Prostata mit Schmerzen im Becken und beim Wasserlassen.
Siehe auch: Prostata
Proteostase
Gleichgewicht von Herstellung, Faltung und Abbau der Eiweiße in der Zelle; ihr Verlust gilt als Kennzeichen des Alterns.
Siehe auch: Kennzeichen des Alterns (Hallmarks of Aging)
Psoriasis-Arthritis
Gelenkentzündung bei Menschen mit Schuppenflechte, häufig an Fingern und Zehen.
Siehe auch: Psoriasis
Pulmonale Hypertonie
Lungenhochdruck: erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf, der das rechte Herz belastet.
Paraneoplastisches Syndrom
Beschwerden, die nicht vom Tumor selbst, sondern von dessen Botenstoffen oder Immunreaktionen ausgelöst werden.
Siehe auch: Tumor
Patientenrechte
Gesetzlich verankerte Rechte, u. a. auf Aufklärung, Einsicht in die Patientenakte und freie Arztwahl.
Siehe auch: Aufklärungsgespräch, Zweitmeinung
Paukenerguss
Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, häufig bei Kindern, mit vorübergehender Schwerhörigkeit.
Siehe auch: Mittelohr, Paukenröhrchen
Paukenröhrchen
Winziges Röhrchen im Trommelfell, das das Mittelohr belüftet, z. B. bei wiederkehrendem Paukenerguss.
Siehe auch: Paukenerguss, Trommelfell
PCSK9-Hemmer
Gespritzte Antikörper, die das LDL-Cholesterin stark senken, wenn Statine nicht ausreichen.
Siehe auch: LDL-Cholesterin, Monoklonale Antikörper
Peak-Flow-Messung
Einfache Messung der maximalen Ausatemstärke mit einem kleinen Gerät; hilft bei der Kontrolle von Asthma.
Siehe auch: Asthma bronchiale, Spirometrie
Pemphigoid
Blasenbildende Autoimmunerkrankung der Haut, vor allem bei älteren Menschen.
Siehe auch: Autoimmunerkrankung
Periduralanästhesie
Rückenmarksnahe Betäubung zur Schmerzlinderung unter der Geburt.
Siehe auch: Regionalanästhesie
Periimplantitis
Entzündung um ein Zahnimplantat, die zu Knochenverlust führen kann.
Siehe auch: Zahnimplantat, Parodontitis
Perimenopause
Übergangsphase vor der letzten Regelblutung mit schwankenden Hormonen und unregelmäßigem Zyklus.
Siehe auch: Menopause, Hitzewallungen
Perimetrie
Gesichtsfelduntersuchung, die prüft, welche Bereiche das Auge wahrnimmt; wichtig beim Glaukom.
Siehe auch: Glaukom
Periorale Dermatitis
Rötung und Knötchen um den Mund, oft durch zu viel Pflege oder Kortisoncremes.
Siehe auch: Dermatitis, Rosazea
Peripheres Nervensystem
Alle Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark, die Signale zu Muskeln und Organen leiten und Empfindungen zurückmelden.
Siehe auch: Zentralnervensystem (ZNS), Neuropathie
Persönlichkeitsstörung
Tief verwurzelte, unflexible Erlebens- und Verhaltensmuster, die zu Leid und Problemen führen.
Siehe auch: Borderline-Persönlichkeitsstörung
Perzentile
Kurven, mit denen Größe und Gewicht eines Kindes mit Gleichaltrigen verglichen werden.
Siehe auch: U-Untersuchungen
Pflegegrad
Einstufung der Pflegebedürftigkeit in fünf Grade, nach der sich die Leistungen der Pflegeversicherung richten.
Siehe auch: Geriatrie
Pfortader
Große Vene, die nährstoffreiches Blut aus Magen, Darm und Milz zur Leber bringt.
Siehe auch: Leber, Leberzirrhose
Phantomschmerz
Schmerzen, die in einem amputierten Körperteil empfunden werden.
Siehe auch: Amputation
Phäochromozytom
Meist gutartiger Tumor der Nebenniere, der anfallsartig Stresshormone ausschüttet und Blutdruckspitzen verursacht.
Siehe auch: Nebenniere, Hypertonie
Pharmakovigilanz
Systematische Überwachung von Arzneimitteln nach der Zulassung, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
Siehe auch: Nebenwirkung, Rote-Hand-Brief
Phenylketonurie
Angeborene Stoffwechselstörung, die beim Neugeborenenscreening erkannt und mit einer speziellen Diät behandelt wird.
Siehe auch: Neugeborenenscreening
Photodynamische Therapie
Behandlung mit einer lichtempfindlich machenden Creme und anschließender Bestrahlung, z. B. bei aktinischen Keratosen.
Siehe auch: Aktinische Keratose
Pille danach
Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr; rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und je früher, desto wirksamer.
Siehe auch: Kontrazeption
Plattfuß
Abgeflachtes Fußgewölbe; im Kindesalter oft harmlos.
Siehe auch: Orthopädie
Pleuritis
Rippenfellentzündung mit atemabhängigen Brustschmerzen.
Siehe auch: Pleuraerguss
Pneumokokken
Bakterien, die Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Hirnhautentzündung verursachen; Impfung u. a. ab 60 empfohlen.
Siehe auch: Lungenentzündung, Impfung
Polygener Risikoscore
Wert, der viele kleine genetische Varianten zusammenfasst, um ein Krankheitsrisiko abzuschätzen.
Siehe auch: Gentest, Präzisionsmedizin
Polyglobulie
Zu viele rote Blutkörperchen, z. B. bei Rauchern, in großer Höhe oder bei Knochenmarkserkrankungen.
Siehe auch: Erythrozyten, Hämatokrit
Polynukleotide
Injektionen mit DNA-Bruchstücken, meist aus Fisch, die die Hautqualität verbessern sollen; die Datenlage ist noch begrenzt.
Siehe auch: Skinbooster
Polysomnographie
Untersuchung im Schlaflabor mit Messung von Hirnströmen, Atmung, Puls und Bewegungen.
Siehe auch: Schlafapnoe, Narkolepsie
Polytrauma
Gleichzeitige Verletzung mehrerer Körperregionen, von denen mindestens eine lebensbedrohlich ist.
Siehe auch: Schockraum
Positiver Vorhersagewert
Wahrscheinlichkeit, dass bei einem positiven Testergebnis die Erkrankung tatsächlich vorliegt; hängt stark von der Häufigkeit der Krankheit ab.
Siehe auch: Sensitivität, Spezifität
Postexpositionsprophylaxe (PEP)
Vorbeugende Behandlung nach möglichem Kontakt mit einem Erreger, z. B. HIV oder Tollwut; sie muss rasch beginnen.
Präbiotika
Unverdauliche Nahrungsbestandteile wie Inulin, die nützliche Darmbakterien ernähren.
Siehe auch: Probiotika, Ballaststoffe
Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
Vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten durch Menschen mit erhöhtem Risiko.
Siehe auch: HIV
Prämedikation
Gespräch und gegebenenfalls Medikamentengabe vor einer Narkose.
Siehe auch: Narkose, Aufklärungsgespräch
Prick-Test
Hauttest, bei dem Allergenlösungen in die Haut eingebracht werden, um Allergien nachzuweisen.
Siehe auch: Allergie
Primär biliäre Cholangitis
Autoimmunerkrankung der kleinen Gallengänge in der Leber, vor allem bei Frauen mittleren Alters.
Siehe auch: Gallenwege, Leberzirrhose
Primärprävention
Maßnahmen, die verhindern, dass eine Krankheit überhaupt entsteht, z. B. Impfungen oder Bewegung.
Siehe auch: Prävention, Screening
Private Krankenversicherung (PKV)
Krankenversicherung für Selbstständige, Beamte und Gutverdiener mit Abrechnung nach GOÄ.
Siehe auch: GOÄ
Privinismus
Gewöhnung an abschwellende Nasensprays bei Daueranwendung, die die Schleimhaut schädigt.
Siehe auch: Rhinitis
Procalcitonin
Laborwert, der bei bakteriellen Infektionen und Sepsis stark ansteigt und bei der Entscheidung über Antibiotika hilft.
Siehe auch: Sepsis, C-reaktives Protein (CRP)
Progesteron
Gelbkörperhormon, das die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorbereitet und diese erhält.
Siehe auch: Östrogen, Menstruation
Prolaktin
Hormon der Hirnanhangsdrüse, das die Milchbildung anregt; erhöhte Werte können Zyklusstörungen verursachen.
Proteomik
Erforschung der Gesamtheit aller Eiweiße in Zellen, Geweben oder Blut.
Protonentherapie
Form der Strahlentherapie mit Protonen, die besonders präzise wirkt und umliegendes Gewebe schont.
Siehe auch: Strahlentherapie
Psychiatrie
Medizinisches Fachgebiet für Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen.
Siehe auch: Psychotherapie
Psychische Krise
Akute seelische Ausnahmesituation. Hilfe gibt es rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111) und im Notfall unter 112.
Siehe auch: Psychotherapie, Notaufnahme
Psychoanalyse
Auf Sigmund Freud zurückgehendes Therapieverfahren, das unbewusste Konflikte über längere Zeit bearbeitet.
Siehe auch: Psychotherapie
Psychosomatik
Fachgebiet, das die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper bei Erkrankungen betrachtet.
Siehe auch: Somatische Belastungsstörung
Ptosis
Herabhängendes Oberlid, z. B. altersbedingt oder durch Nerven- und Muskelerkrankungen.
Siehe auch: Blepharoplastik, Myasthenia gravis
PTT
Partielle Thromboplastinzeit: Gerinnungstest, der u. a. die Wirkung von Heparin anzeigt.
Siehe auch: Blutgerinnung, Heparin
Pubertät
Entwicklungsphase der Geschlechtsreife, bei Mädchen meist zwischen 8 und 13, bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren beginnend.
Siehe auch: Hormon
Pupille
Öffnung in der Mitte der Iris, die sich bei Dunkelheit erweitert und bei Helligkeit verengt.
Siehe auch: Iris