Medizin-Lexikon: C

C-reaktives Protein (CRP)

Entzündungswert im Blut, den die Leber bei Entzündungen und Infektionen vermehrt bildet. Besonders hohe Werte sprechen eher für bakterielle Infektionen.

Siehe auch: Entzündung

Calcium

Mineralstoff, der Knochen und Zähne aufbaut und für Muskelkontraktion, Nervenleitung und Blutgerinnung nötig ist.

Siehe auch: Osteoporose, Vitamin D

Candida

Hefepilze, die natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vorkommen. Bei geschwächter Abwehr oder nach Antibiotika können sie Infektionen wie Mundsoor oder Scheidenpilz auslösen.

CAR-T-Zelltherapie

Immuntherapie, bei der körpereigene T-Zellen gentechnisch mit einem Rezeptor gegen Krebszellen ausgestattet und zurückgegeben werden, z. B. bei bestimmten Leukämien und Lymphomen.

Siehe auch: T-Zellen, Immuntherapie

Cellulite

Dellenartige Veränderung der Hautoberfläche an Oberschenkeln und Po, vor allem bei Frauen, bedingt durch den Aufbau des Bindegewebes. Medizinisch harmlos.

Checkpoint-Inhibitoren

Krebsmedikamente, die „Bremsen“ des Immunsystems lösen, damit T-Zellen Tumorzellen wieder angreifen können, z. B. beim Melanom oder Lungenkrebs.

Siehe auch: Immuntherapie

Chemisches Peeling

Behandlung, bei der Säuren die oberen Hautschichten kontrolliert ablösen, um Hautbild, Pigmentflecken oder feine Fältchen zu verbessern.

Chemotherapie

Behandlung mit Medikamenten (Zytostatika), die sich schnell teilende Zellen, insbesondere Krebszellen, schädigen. Weil auch gesunde, sich rasch teilende Zellen betroffen sind, kommt es zu Nebenwirkungen wie Haarausfall oder Übelkeit.

Chlamydien

Bakterien, die u. a. eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen verursachen. Sie verläuft oft ohne Beschwerden, kann unbehandelt aber zu Unfruchtbarkeit führen.

Cholesterin

Fettähnlicher Stoff, den der Körper für Zellwände und Hormone braucht. Ein hoher Anteil an LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) fördert Arteriosklerose, HDL-Cholesterin gilt als schützend.

Chronisch

Langsam entwickelnd und lang andauernd oder immer wiederkehrend. Gegenbegriff zu akut.

Colitis ulcerosa

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung des Dickdarms mit blutig-schleimigen Durchfällen und Bauchkrämpfen, die in Schüben verläuft.

Siehe auch: Morbus Crohn

Computertomographie (CT)

Bildgebendes Verfahren, das mit Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körpers erzeugt. Es ist schnell und besonders gut für Knochen, Lunge und Notfälle geeignet.

COPD

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung: dauerhafte Verengung der Atemwege, meist durch langjähriges Rauchen. Typisch sind Husten, Auswurf und zunehmende Atemnot.

Cortisol

Stresshormon der Nebennierenrinde, das Stoffwechsel, Blutzucker und Immunsystem beeinflusst und Entzündungen dämpft.

Siehe auch: Kortison

COVID-19

Durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung, die von leichten Erkältungsbeschwerden bis zu schwerer Lungenentzündung reichen kann.

Siehe auch: Pandemie

CRISPR-Cas9

Molekulares Werkzeug („Gen-Schere“), mit dem sich die DNA an einer genau bestimmten Stelle schneiden und verändern lässt. Es wird in der Forschung und zunehmend für Gentherapien eingesetzt.

Ceramide

Hautfette, die als „Mörtel“ zwischen den Hornzellen die Hautbarriere bilden; sie werden in Pflegeprodukten für trockene Haut eingesetzt.

Siehe auch: Hautbarriere

Chromosom

Aufgewickelter DNA-Strang im Zellkern. Menschen haben normalerweise 46 Chromosomen in 23 Paaren.

Siehe auch: Telomere

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED)

Sammelbegriff für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: schubweise verlaufende Entzündungen des Darms.

Siehe auch: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa

Clostridioides difficile

Darmbakterium, das sich vor allem nach einer Antibiotikabehandlung vermehren und schwere Durchfälle verursachen kann.

Siehe auch: Antibiotikum

Cluster-Kopfschmerz

Sehr heftige, einseitige Kopfschmerzattacken um das Auge, die in Serien auftreten, oft mit tränendem Auge.

Siehe auch: Migräne

Cochlea-Implantat

Elektronische Hörprothese, die bei hochgradiger Schwerhörigkeit den Hörnerv direkt stimuliert.

Siehe auch: Innenohr

Cushing-Syndrom

Krankheitsbild durch ein Zuviel an Cortisol, z. B. bei langfristiger Kortisoneinnahme, mit Gewichtszunahme am Rumpf und Vollmondgesicht.

Siehe auch: Cortisol

Cetirizin

Antihistaminikum gegen Heuschnupfen und Nesselsucht; es kann leicht müde machen.

Siehe auch: Antihistaminikum

Check-up

Gesundheitsuntersuchung für gesetzlich Versicherte: einmalig zwischen 18 und 34 Jahren, ab 35 alle drei Jahre.

Siehe auch: Prävention

Chorea Huntington

Erbliche, fortschreitende Hirnerkrankung mit unwillkürlichen Bewegungen, psychischen Veränderungen und Demenz.

Siehe auch: Erbkrankheit

Clopidogrel

Medikament, das die Verklumpung der Blutplättchen hemmt, z. B. nach Stent-Einlage oder Herzinfarkt, oft zusammen mit ASS.

Siehe auch: Thrombozyten, Stent

Coenzym Q10

Körpereigener Stoff für die Energiegewinnung in den Mitochondrien; der Nutzen als Nahrungsergänzung ist für die meisten Anwendungen nicht belegt.

Siehe auch: Mitochondrien

Campylobacter

Häufigste bakterielle Ursache von Durchfallerkrankungen, oft durch Geflügel übertragen.

Siehe auch: Gastroenteritis

CE-Kennzeichnung

Zeichen, mit dem der Hersteller erklärt, dass ein Produkt die EU-Anforderungen erfüllt; bei Medizinprodukten ist sie Voraussetzung für den Verkauf.

Siehe auch: Medizinprodukt

Cephalosporine

Große Gruppe von Antibiotika, die mit den Penicillinen verwandt sind.

Siehe auch: Antibiotikum, Penicillin

Chalazion

Hagelkorn: schmerzlose Verhärtung am Augenlid durch eine verstopfte Drüse.

Siehe auch: Gerstenkorn

Cholezystektomie

Entfernung der Gallenblase, meist laparoskopisch bei Gallensteinen.

Siehe auch: Gallensteine, Laparoskopie

Chronisch-venöse Insuffizienz

Dauerhaft gestörter Rückfluss des Blutes in den Beinvenen mit Schwellungen, Hautveränderungen und im Spätstadium offenen Stellen.

Siehe auch: Krampfadern, Ulcus cruris

Chronische Schmerzen

Schmerzen, die länger als drei bis sechs Monate bestehen und oft eine eigenständige Erkrankung darstellen; behandelt wird meist multimodal.

Siehe auch: Fibromyalgie, Analgetikum

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Funktionsstörung von Kiefergelenk und Kaumuskeln mit Schmerzen, Knacken und teils Kopfschmerzen.

Siehe auch: Kiefergelenk, Bruxismus

Cystatin C

Eiweiß im Blut, das die Nierenfunktion unabhängig von der Muskelmasse anzeigt.

Siehe auch: eGFR, Kreatinin

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