NAD+
Coenzym, das an Energiestoffwechsel und DNA-Reparatur beteiligt ist; seine Spiegel sinken mit dem Alter. Vorstufen wie NMN und NR werden als Nahrungsergänzungsmittel untersucht, ein Nutzen für die Lebensspanne ist nicht belegt.
Siehe auch: Sirtuine
Narbe
Ersatzgewebe aus Bindegewebe, das nach tieferen Verletzungen der Haut gebildet wird. Es ist weniger elastisch und enthält keine Haare oder Schweißdrüsen.
Siehe auch: Keloid, Wundheilung
Narkose
Allgemeinanästhesie: medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Tiefschlaf ohne Schmerzempfinden, Bewusstsein und Erinnerung während einer Operation.
Nebenwirkung
Unerwünschte Wirkung eines Arzneimittels, die neben der beabsichtigten Hauptwirkung auftritt.
Nekrose
Absterben von Zellen oder Gewebe durch Schädigung, z. B. bei Durchblutungsstörungen.
Netzhautablösung
Abhebung der Netzhaut von der darunterliegenden Aderhaut. Warnzeichen sind Lichtblitze, Rußregen und ein Schatten im Gesichtsfeld – Notfall.
Neugeborenengelbsucht
Häufige, meist harmlose Gelbfärbung der Haut in den ersten Lebenstagen durch den Abbau des fetalen Blutfarbstoffs.
Neuralgie
Schmerzen im Versorgungsgebiet eines Nervs, oft einschießend, z. B. die Trigeminusneuralgie im Gesicht.
Neurodermitis
Atopische Dermatitis: chronische, schubweise verlaufende Hauterkrankung mit starkem Juckreiz und trockener, entzündeter Haut. Sie beginnt häufig im Kindesalter.
Neuron
Nervenzelle: Grundbaustein des Nervensystems, der elektrische Signale empfängt, verarbeitet und weiterleitet.
Siehe auch: Synapse
Neuropathie
Erkrankung der peripheren Nerven, häufig bei Diabetes, mit Kribbeln, Taubheit und Schmerzen vor allem an Füßen und Händen.
Niere
Paariges Organ, das das Blut filtert, Urin bildet und Blutdruck sowie Wasser- und Salzhaushalt reguliert.
Siehe auch: Niereninsuffizienz
Niereninsuffizienz
Nierenschwäche: Die Nieren können Abbaustoffe und Wasser nicht mehr ausreichend ausscheiden. Häufige Ursachen sind Diabetes und Bluthochdruck.
Nierensteine
Kristallablagerungen in Niere oder Harnwegen. Wandern sie, verursachen sie heftige Koliken; viel Trinken beugt vor.
Noroviren
Sehr ansteckende Viren, die plötzlich heftiges Erbrechen und Durchfall auslösen. Händehygiene ist der wichtigste Schutz.
Nosokomial
Im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung erworben, z. B. eine nosokomiale Infektion.
Siehe auch: MRSA
NSAR
Nichtsteroidale Antirheumatika: Schmerz- und Entzündungshemmer wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Mögliche Nebenwirkungen betreffen Magen, Nieren und Herz-Kreislauf-System.
Siehe auch: Ibuprofen
Nagelpilz
Onychomykose: Pilzinfektion der Nägel mit Verfärbung, Verdickung und Brüchigkeit; die Behandlung dauert oft Monate.
Siehe auch: Antimykotikum
Narkolepsie
Schlafkrankheit mit ausgeprägter Tagesmüdigkeit und plötzlichen Schlafattacken.
Natrium
Wichtigster Mineralstoff im Blut für den Wasserhaushalt. Zu niedrige oder zu hohe Werte können Verwirrtheit und Krampfanfälle verursachen.
Siehe auch: Elektrolyte
Nebenniere
Kleine Hormondrüsen auf beiden Nieren, die u. a. Cortisol, Aldosteron und Adrenalin bilden.
Neoadjuvante Therapie
Behandlung vor einer Operation, um einen Tumor zu verkleinern und besser operieren zu können.
Siehe auch: Adjuvante Therapie
Nephron
Funktionseinheit der Niere aus Nierenkörperchen und Nierenkanälchen; jede Niere besitzt rund eine Million davon.
Siehe auch: Niere
Netzhaut
Lichtempfindliche Schicht im Augeninneren mit Stäbchen und Zapfen, die Licht in Nervensignale umwandelt.
Siehe auch: Netzhautablösung, Makuladegeneration
Neuroleptika
Antipsychotika: Medikamente gegen Psychosen, z. B. bei Schizophrenie.
Siehe auch: Psychose
Neuroplastizität
Fähigkeit des Gehirns, sich durch Lernen, Erfahrungen und nach Verletzungen strukturell anzupassen.
Neutrophile Granulozyten
Häufigste weiße Blutkörperchen. Sie fressen Bakterien und sind bei bakteriellen Infektionen typischerweise erhöht.
Siehe auch: Leukozyten
Nocebo
Negative Erwartung, die unerwünschte Wirkungen auslöst, selbst wenn kein Wirkstoff verabreicht wurde – das Gegenstück zum Placebo-Effekt.
Siehe auch: Placebo
NT-proBNP
Bruchstück eines Hormons aus dem Herzmuskel, das bei Herzschwäche im Blut erhöht ist.
Siehe auch: Herzinsuffizienz
Number Needed to Treat (NNT)
Anzahl der Menschen, die behandelt werden müssen, damit einer von ihnen einen Nutzen hat. Je kleiner die Zahl, desto wirksamer die Behandlung.
Siehe auch: Relatives Risiko
Nachtschweiß
Starkes nächtliches Schwitzen, das Schlafkleidung durchnässt; zusammen mit Fieber und Gewichtsverlust kann es auf ernste Erkrankungen hinweisen.
Nasenbluten
Blutung aus der Nase, meist aus dem vorderen Nasenabschnitt und harmlos. Kopf nach vorn beugen und die Nasenflügel zusammendrücken.
Nasolabialfalte
Falte von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln, die mit dem Alter tiefer wird; sie wird oft mit Hyaluron-Fillern behandelt.
Siehe auch: Filler
Neurotransmitter
Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin oder Acetylcholin, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen.
Niacinamid
Form von Vitamin B3 in Hautpflegeprodukten, die die Hautbarriere stärken sowie Rötungen und Pigmentflecken mildern kann.
Siehe auch: Hautbarriere
Notaufnahme
Krankenhausbereich für die Erstversorgung akuter Notfälle rund um die Uhr; Patienten werden nach Dringlichkeit behandelt.
Siehe auch: Rettungsdienst
Nykturie
Häufiges nächtliches Wasserlassen, z. B. bei Prostatavergrößerung, Herzschwäche oder Diabetes.
Siehe auch: Prostatavergrößerung
Nachtblindheit
Schlechtes Sehen bei Dämmerung, z. B. durch Vitamin-A-Mangel oder Netzhauterkrankungen.
Siehe auch: Vitamin A, Retinitis pigmentosa
Nagelbettentzündung
Paronychie: schmerzhafte Entzündung des Nagelwalls, z. B. nach kleinen Verletzungen.
Siehe auch: Infektion
Nahrungsergänzungsmittel
Lebensmittel in Kapsel- oder Pulverform mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Pflanzenstoffen; sie sind keine Arzneimittel und dürfen keine Heilwirkung versprechen.
Siehe auch: Mikronährstoffe
Nahrungsmittelallergie
Immunreaktion auf bestimmte Lebensmittel wie Erdnüsse, Nüsse oder Fisch, die bis zur Anaphylaxie reichen kann.
Siehe auch: Allergie, Anaphylaxie
Naloxon
Gegenmittel, das die Wirkung von Opioiden aufhebt; lebensrettend bei Opioid-Überdosierung, auch als Nasenspray.
Siehe auch: Opioide
Narbenkorrektur
Verbesserung des Aussehens von Narben durch Operation, Laser, Microneedling oder Silikonauflagen.
Nasenpolypen
Gutartige Schleimhautwucherungen in Nase und Nebenhöhlen, die die Nasenatmung behindern.
Siehe auch: Sinusitis
Natürliche Killerzellen
Immunzellen, die virusinfizierte und entartete Zellen ohne vorherige Prägung erkennen und abtöten.
Siehe auch: Immunsystem
Nebenhodenentzündung
Epididymitis: schmerzhafte Schwellung am Hoden, meist durch Bakterien.
Siehe auch: Hoden
Nebenniereninsuffizienz
Unterfunktion der Nebennieren mit Mangel an Cortisol, z. B. beim Morbus Addison; eine Krise ist lebensbedrohlich.
Siehe auch: Nebenniere, Cortisol
Nebenschilddrüsen
Vier linsengroße Drüsen hinter der Schilddrüse, die mit dem Parathormon den Kalziumspiegel regeln.
Siehe auch: Calcium, Hyperparathyreoidismus
Nephrologie
Fachgebiet für Erkrankungen der Nieren, Bluthochdruck und Dialyse.
Nephrotisches Syndrom
Nierenerkrankung mit starkem Eiweißverlust im Urin, Ödemen und erhöhten Blutfetten.
Siehe auch: Proteinurie, Ödem
Nervenleitgeschwindigkeit
Messung, wie schnell Nerven Signale leiten; z. B. beim Karpaltunnelsyndrom oder bei Polyneuropathie.
Siehe auch: Karpaltunnelsyndrom, Neuropathie
Netzhautvenenverschluss
Verschluss einer Netzhautvene mit plötzlicher Sehverschlechterung; häufig bei Bluthochdruck.
Siehe auch: Netzhaut, Hypertonie
Neugeborenenscreening
Bluttest in den ersten Lebenstagen auf angeborene, gut behandelbare Stoffwechsel- und Hormonstörungen.
Siehe auch: Phenylketonurie, U-Untersuchungen
Neuritis vestibularis
Entzündung des Gleichgewichtsnervs mit plötzlichem, starkem Drehschwindel.
Siehe auch: Schwindel
Neuroblastom
Bösartiger Tumor des Nervengewebes, der vor allem bei Kleinkindern auftritt.
Siehe auch: Tumor
Neurochirurgie
Fachgebiet für Operationen an Gehirn, Rückenmark und Nerven.
Siehe auch: Bandscheibenvorfall
Neurologie
Fachgebiet für Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln.
Siehe auch: Zentralnervensystem (ZNS)
Nierenkrebs
Bösartiger Tumor der Niere, oft zufällig im Ultraschall entdeckt; Rauchen und Übergewicht erhöhen das Risiko.
Siehe auch: Niere, Zufallsbefund
Nierenzyste
Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum in der Niere, meist harmlos und zufällig entdeckt.
Siehe auch: Zyste, Zystennieren
Nikotinersatztherapie
Pflaster, Kaugummis oder Sprays mit Nikotin, die den Rauchstopp erleichtern.
Siehe auch: Rauchstopp
NIPT
Nicht-invasiver Pränataltest: Bluttest der Mutter, der kindliche DNA-Bruchstücke auf Trisomien untersucht.
Siehe auch: Pränataldiagnostik, Trisomie 21
Nitroglyzerin
Gefäßerweiterndes Spray oder Kapsel, das Angina-pectoris-Anfälle rasch lindert.
Siehe auch: Angina pectoris
Noradrenalin
Botenstoff und Hormon, das Wachheit, Aufmerksamkeit und Blutdruck steigert.
Siehe auch: Adrenalin, Neurotransmitter
Nüchternheitsgebot
Regel vor Narkosen: meist sechs Stunden keine feste Nahrung und bis kurz vorher nur klare Flüssigkeit.
Siehe auch: Narkose