Gallensteine
Steine aus Cholesterin oder Gallenfarbstoff in Gallenblase oder Gallenwegen. Sie können kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch verursachen.
Siehe auch: Kolik
Gastritis
Entzündung der Magenschleimhaut, z. B. durch das Bakterium Helicobacter pylori, Schmerzmittel oder Alkohol. Typisch sind Oberbauchschmerzen und Übelkeit.
Gastroskopie
Magenspiegelung: Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit einem biegsamen Endoskop.
Siehe auch: Endoskopie
Gehirnerschütterung
Leichte Schädel-Hirn-Verletzung mit kurzer Bewusstlosigkeit oder Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erinnerungslücken.
Gen
Abschnitt der DNA, der die Bauanleitung für ein Eiweiß oder ein funktionelles RNA-Molekül enthält.
Generikum
Arzneimittel mit demselben Wirkstoff wie ein Originalpräparat, das nach Ablauf des Patentschutzes meist günstiger angeboten wird.
Gentherapie
Behandlung, bei der genetisches Material in Zellen eingebracht, verändert oder abgeschaltet wird, um Krankheiten zu behandeln. Als Transportmittel dienen oft harmlose Viren (z. B. AAV) oder Lipid-Nanopartikel.
Gicht
Stoffwechselerkrankung mit erhöhter Harnsäure, bei der sich Kristalle in Gelenken ablagern. Typisch ist ein plötzlicher, sehr schmerzhafter Anfall, oft am Großzehengrundgelenk.
Siehe auch: Harnsäure
Gingivitis
Zahnfleischentzündung, meist durch bakteriellen Zahnbelag. Zeichen sind Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten.
Siehe auch: Parodontitis
Glaukom
Grüner Star: Schädigung des Sehnervs, häufig in Verbindung mit erhöhtem Augeninnendruck. Unbehandelt führt er zu Gesichtsfeldausfällen bis zur Erblindung.
GLP-1-Rezeptoragonist
Wirkstoffgruppe (z. B. Semaglutid), die ein Darmhormon nachahmt: Sie senkt den Blutzucker, dämpft den Appetit und verlangsamt die Magenentleerung. Eingesetzt bei Typ-2-Diabetes und Adipositas.
Gluten
Klebereiweiß in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel. Bei Zöliakie löst es eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus.
Siehe auch: Zöliakie
Grippe
Influenza: durch Influenzaviren verursachte Atemwegsinfektion mit plötzlichem hohem Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen. Sie ist von einer einfachen Erkältung abzugrenzen; eine jährliche Impfung wird für Risikogruppen empfohlen.
Grundumsatz
Energiemenge, die der Körper in völliger Ruhe für lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzschlag und Wärmebildung benötigt.
Gürtelrose
Herpes zoster: Reaktivierung des Windpockenvirus, die einen schmerzhaften Bläschenausschlag meist einseitig am Rumpf verursacht. Ab 60 Jahren wird eine Impfung empfohlen.
Siehe auch: Windpocken
Gynäkologie
Frauenheilkunde: Fachgebiet für Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, für Schwangerschaft und Geburt.
Gallenblase
Birnenförmiges Organ unter der Leber, das Galle speichert und bei fettreichen Mahlzeiten in den Darm abgibt.
Siehe auch: Gallensteine
Gastroenteritis
Magen-Darm-Infektion mit Erbrechen und Durchfall, meist durch Viren wie Noro- oder Rotaviren.
Siehe auch: Noroviren, Dehydratation
Gebärmutter
Uterus: muskuläres Hohlorgan im Becken der Frau, in dem sich das ungeborene Kind entwickelt.
Siehe auch: Myom, Endometriose
Gebärmutterhalskrebs
Zervixkarzinom: bösartiger Tumor, der fast immer durch HPV ausgelöst wird; Impfung und Pap-Abstrich beugen vor.
Siehe auch: HPV, Pap-Abstrich
Gehirn
Zentrales Steuerorgan des Nervensystems aus rund 86 Milliarden Nervenzellen. Es verarbeitet Sinneseindrücke und steuert Bewegung, Denken und Gefühle.
Siehe auch: Großhirnrinde, Kleinhirn, Hirnstamm
Gelenk
Bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehr Knochen, ausgekleidet mit Knorpel und geschmiert durch Gelenkflüssigkeit.
Genom
Gesamtheit der Erbinformation eines Lebewesens. Das menschliche Genom umfasst rund drei Milliarden Basenpaare.
Siehe auch: DNA
Geriatrie
Altersmedizin: Fachgebiet für die Behandlung älterer, oft mehrfach erkrankter Menschen.
Gerstenkorn
Hordeolum: schmerzhafte bakterielle Entzündung einer Drüse am Augenlid.
Glomerulonephritis
Entzündung der Nierenkörperchen, oft immunvermittelt; sie kann zu Eiweiß und Blut im Urin und zu Nierenschwäche führen.
Siehe auch: Proteinurie, Hämaturie
Glukosetoleranztest
Zuckerbelastungstest: Nach dem Trinken einer Zuckerlösung wird der Blutzucker gemessen, um Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen.
Siehe auch: Schwangerschaftsdiabetes
Glykämischer Index
Maß dafür, wie stark ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt.
Siehe auch: Blutzucker
Großhirnrinde
Äußere, stark gefaltete Schicht des Großhirns („graue Substanz“), Sitz von Wahrnehmung, Sprache, Denken und willkürlicher Bewegung.
Gynäkomastie
Gutartige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, z. B. hormonell oder durch Medikamente bedingt.
Genexpression
Vorgang, bei dem die Information eines Gens abgelesen und in ein Eiweiß oder eine RNA umgesetzt wird.
Siehe auch: Epigenetik
Genotyp
Genetische Ausstattung eines Lebewesens; das sichtbare Erscheinungsbild heißt Phänotyp.
Siehe auch: Genom
Gentest
Untersuchung des Erbguts auf bestimmte Veränderungen; in Deutschland regelt das Gendiagnostikgesetz Aufklärung und Beratung.
Siehe auch: Erbkrankheit
Gerontologie
Wissenschaft vom Altern und von älteren Menschen, einschließlich biologischer, medizinischer und sozialer Aspekte.
Glioblastom
Häufigster und aggressivster bösartiger Hirntumor bei Erwachsenen.
GOÄ
Gebührenordnung für Ärzte: regelt die Abrechnung ärztlicher Leistungen bei Privatversicherten und Selbstzahlern.
Gonarthrose
Arthrose des Kniegelenks, eine der häufigsten Ursachen für Knieschmerzen im Alter.
Siehe auch: Arthrose
Gonorrhö
Tripper: sexuell übertragbare bakterielle Infektion mit Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen.
Griffkraft
Mit einem Handdynamometer gemessene Handkraft; niedrige Werte sind mit höherem Sterblichkeits- und Gebrechlichkeitsrisiko verbunden.
Siehe auch: Sarkopenie
Guillain-Barré-Syndrom
Entzündung der peripheren Nerven, oft nach Infekten, mit aufsteigenden Lähmungen; meist bildet sie sich langsam zurück.
GABA
Gamma-Aminobuttersäure: wichtigster hemmender Botenstoff im Gehirn; viele Beruhigungsmittel verstärken seine Wirkung.
Siehe auch: Benzodiazepine, Neurotransmitter
Gallenwege
Gangsystem, das die in der Leber gebildete Galle zur Gallenblase und in den Zwölffingerdarm leitet.
Siehe auch: Gallenblase, Gallensteine
Ganglion
Überbein: gutartige, prall-elastische Zyste an Gelenken oder Sehnenscheiden, meist am Handgelenk.
Siehe auch: Zyste
Gebärmutterkrebs
Endometriumkarzinom: bösartiger Tumor der Gebärmutterschleimhaut; Warnzeichen ist eine Blutung nach den Wechseljahren.
Siehe auch: Gebärmutter, Menopause
Gebärmuttersenkung
Absinken von Gebärmutter oder Scheidenwänden durch geschwächten Beckenboden.
Siehe auch: Beckenboden, Beckenbodentraining
Geburtstermin
Errechneter Tag der Geburt; nur wenige Kinder kommen genau an diesem Tag zur Welt.
Siehe auch: Schwangerschaftswoche
Gefäßchirurgie
Fachgebiet für Operationen an Arterien und Venen, z. B. bei Aneurysmen.
Siehe auch: Aneurysma, Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Gefäßverschluss nach Filler
Seltene, ernste Komplikation, wenn Filler ein Gefäß verlegt; Warnzeichen sind Abblassen, starke Schmerzen und Sehstörungen. Sofort behandeln lassen.
Siehe auch: Filler, Hyaluronidase
Gehörgangsentzündung
Otitis externa: schmerzhafte Entzündung des äußeren Gehörgangs, oft nach dem Baden.
Siehe auch: Otitis media
Gehörknöchelchen
Hammer, Amboss und Steigbügel: die kleinsten Knochen des Körpers, die Schallschwingungen im Mittelohr verstärken.
Siehe auch: Mittelohr, Otosklerose
Gelbfieber
Durch Mücken übertragene Viruserkrankung in Afrika und Südamerika; für manche Länder ist die Impfung Einreisepflicht.
Siehe auch: Reisemedizin, Impfung
Gelenkerguss
Flüssigkeitsansammlung im Gelenk nach Verletzung, bei Arthrose oder Entzündung.
Genomsequenzierung
Entschlüsselung der Abfolge der DNA-Bausteine des gesamten Erbguts oder ausgewählter Abschnitte.
Gesäßvergrößerung
Vergrößerung des Gesäßes mit Eigenfett oder Implantaten; das Eigenfettverfahren birgt seltene, aber lebensgefährliche Fettembolien.
Siehe auch: Lipofilling, Embolie
Gesättigte Fettsäuren
Fette vor allem aus tierischen Lebensmitteln, die in größerer Menge das LDL-Cholesterin erhöhen.
Siehe auch: LDL-Cholesterin, Omega-3-Fettsäuren
Geschmacksstörung
Verändertes oder vermindertes Schmecken, oft verbunden mit Riechstörungen.
Siehe auch: Riechstörung
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Pflichtversicherung für die Mehrheit der Menschen in Deutschland, deren Leistungen der Gemeinsame Bundesausschuss festlegt.
Siehe auch: IGeL
Gesundheitsamt
Behörde des öffentlichen Gesundheitsdienstes, zuständig u. a. für Infektionsschutz und Hygiene.
Siehe auch: RKI, Quarantäne
Gesundheitskompetenz
Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden.
Siehe auch: Evidenzbasierte Medizin
Ghrelin
Hormon, das vor allem im Magen gebildet wird und Hunger auslöst.
Siehe auch: Leptin
Giftnotruf
Giftinformationszentren beraten rund um die Uhr telefonisch bei Vergiftungen.
Siehe auch: Vergiftung
Gilbert-Syndrom
Harmlose angeborene Stoffwechselvariante mit leicht erhöhtem Bilirubin, z. B. beim Fasten.
Glasgow-Koma-Skala
Punkteskala zur Einschätzung der Bewusstseinslage nach Augenöffnen, Sprache und Bewegung.
Siehe auch: Bewusstlosigkeit, Schädel-Hirn-Trauma
Glaskörper
Gelartige, klare Masse, die den Augapfel ausfüllt und ihm die Form gibt.
Siehe auch: Mouches volantes, Netzhautablösung
Gliazellen
Stütz- und Versorgungszellen des Nervensystems, die Nervenzellen ernähren, schützen und isolieren.
Siehe auch: Neuron
Glücksspielsucht
Verhaltenssucht mit Kontrollverlust beim Glücksspiel und oft hohen Schulden.
Siehe auch: Sucht
Glukagon
Hormon der Bauchspeicheldrüse, das den Blutzucker anhebt; Gegenspieler des Insulins und Notfallmedikament bei schwerer Unterzuckerung.
Siehe auch: Insulin, Hypoglykämie
Golferarm
Schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze an der Innenseite des Ellenbogens.
Siehe auch: Tennisarm, Tendinitis