Medizin-Lexikon: A

AAV-Vektor

Harmloses Adeno-assoziiertes Virus, das als „Gen-Fähre“ genutzt wird, um therapeutische Gene in Zellen zu bringen.

Siehe auch: Gentherapie

Abdomen

Fachbegriff für den Bauch bzw. den Bauchraum zwischen Zwerchfell und Becken. Als „akutes Abdomen“ bezeichnet man plötzlich einsetzende, starke Bauchschmerzen, die sofort ärztlich abgeklärt werden müssen.

Abdominoplastik

Bauchdeckenstraffung: Entfernung überschüssiger Haut und Fettgewebes am Bauch, oft nach starker Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft.

Abszess

Abgekapselte Eiteransammlung in einem durch Entzündung neu entstandenen Hohlraum, meist durch Bakterien verursacht. Typisch sind Schwellung, Rötung, Überwärmung und pochender Schmerz. Größere Abszesse werden in der Regel chirurgisch eröffnet.

ACE-Hemmer

Blutdrucksenkende Medikamente (z. B. Ramipril), die die Bildung des gefäßverengenden Hormons Angiotensin II hemmen. Eingesetzt bei Bluthochdruck, Herzschwäche und zum Schutz der Nieren; typische Nebenwirkung ist ein trockener Reizhusten.

Siehe auch: Hypertonie, Herzinsuffizienz

Acetylsalicylsäure (ASS)

Wirkstoff gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen. In niedriger Dosis hemmt er die Blutplättchen und wird bei Gefäßerkrankungen zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt.

Siehe auch: Thrombozyten

Achillessehne

Kräftigste Sehne des Körpers; sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Bei Überlastung kann sie sich schmerzhaft reizen oder reißen.

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung mit Unaufmerksamkeit, Impulsivität und/oder Hyperaktivität; sie beginnt in der Kindheit und besteht oft bis ins Erwachsenenalter fort.

Adipositas

Krankhaftes Übergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 30 kg/m². Adipositas erhöht das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Gelenkverschleiß und bestimmte Krebsarten.

Adrenalin

Stresshormon aus dem Nebennierenmark, das Herzschlag und Blutdruck steigert und Energie bereitstellt. Als Notfallmedikament wird es u. a. beim Kreislaufstillstand und bei schwerer allergischer Reaktion gegeben.

Siehe auch: Anaphylaxie

Akne

Häufige Erkrankung der Talgdrüsen mit Mitessern, Pickeln und Entzündungen, vor allem im Gesicht, an Brust und Rücken. Sie tritt besonders in der Pubertät auf, kann aber bis ins Erwachsenenalter anhalten.

Akut

Plötzlich einsetzend und meist von kurzer Dauer. Gegenbegriff zu chronisch.

Albumin

Häufigstes Eiweiß im Blutplasma, gebildet in der Leber. Es hält Flüssigkeit in den Blutgefäßen und transportiert Stoffe wie Hormone, Fettsäuren und Medikamente.

Allergie

Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe (Allergene) wie Pollen, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel. Die Beschwerden reichen von Niesen und Juckreiz bis zum lebensbedrohlichen allergischen Schock (Anaphylaxie).

Alzheimer-Krankheit

Häufigste Form der Demenz. Durch Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen) gehen Nervenzellen im Gehirn fortschreitend zugrunde; Gedächtnis, Orientierung und Alltagsfähigkeiten lassen nach.

Ambulant

Behandlung ohne Übernachtung im Krankenhaus, z. B. in einer Arztpraxis. Gegenbegriff: stationär.

Siehe auch: Stationär

Amnesie

Gedächtnisverlust, bei dem Erinnerungen an einen Zeitraum fehlen oder neue Informationen nicht gespeichert werden können, z. B. nach einer Gehirnerschütterung.

Siehe auch: Gehirnerschütterung

Analgetikum

Schmerzmittel. Man unterscheidet nicht-opioide Analgetika wie Ibuprofen oder Paracetamol und Opioide wie Morphin.

Siehe auch: Ibuprofen, Paracetamol, Opioide

Anämie

Blutarmut: zu wenig roter Blutfarbstoff (Hämoglobin) oder rote Blutkörperchen. Folgen sind Müdigkeit, Blässe, Atemnot bei Belastung. Häufigste Ursache ist Eisenmangel.

Anamnese

Erhebung der Krankengeschichte im ärztlichen Gespräch: aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, familiäre Belastungen und Lebensumstände. Sie ist der erste und oft wichtigste Schritt jeder Diagnose.

Anaphylaxie

Schwerste Form der allergischen Reaktion, die innerhalb von Minuten mehrere Organe betrifft: Atemnot, Blutdruckabfall und Hautausschlag bis zum Kreislaufschock. Notfall – Adrenalin-Autoinjektor verwenden, falls vorhanden, und Notruf 112.

Siehe auch: Allergie, Adrenalin

Anästhesie

Ausschalten der Schmerzempfindung für Eingriffe. Man unterscheidet die Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) von der Regional- und Lokalanästhesie, bei denen nur ein Körperbereich betäubt wird.

Aneurysma

Krankhafte, sackförmige Ausweitung einer Arterienwand, häufig an der Bauchschlagader oder an Hirngefäßen. Gefährlich ist das Risiko eines Einrisses mit lebensbedrohlicher Blutung.

Angina pectoris

Brustenge: drückender Schmerz hinter dem Brustbein, weil der Herzmuskel vorübergehend zu wenig Sauerstoff erhält. Hauptursache sind verengte Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit).

Angststörung

Psychische Erkrankung mit übermäßiger, anhaltender Angst, die den Alltag beeinträchtigt, z. B. Panikstörung, Phobien oder generalisierte Angststörung. Psychotherapie ist sehr wirksam.

Siehe auch: Panikattacke, Psychotherapie

Antibiotikum

Medikament, das Bakterien abtötet oder ihr Wachstum hemmt. Gegen Viren wirken Antibiotika nicht. Unnötiger Einsatz fördert Resistenzen.

Antidepressivum

Medikament zur Behandlung von Depressionen, häufig auch bei Angst- und Zwangsstörungen. Die Wirkung setzt meist erst nach zwei bis vier Wochen ein.

Siehe auch: Depression

Antihistaminikum

Medikament, das die Wirkung des Botenstoffs Histamin blockiert und so allergische Beschwerden wie Niesen, Juckreiz und Quaddeln lindert.

Siehe auch: Allergie, Histamin

Antikoagulation

Hemmung der Blutgerinnung durch Medikamente („Blutverdünner“), um Thrombosen, Embolien und Schlaganfälle zu verhindern, z. B. bei Vorhofflimmern.

Siehe auch: Thrombose, Vorhofflimmern, Blutgerinnung

Antikörper

Y-förmige Eiweiße (Immunglobuline), die das Immunsystem bildet, um Krankheitserreger und Fremdstoffe gezielt zu erkennen und zu markieren. Künstlich hergestellte (monoklonale) Antikörper werden auch als Medikamente eingesetzt.

Aorta

Hauptschlagader: das größte Blutgefäß des Körpers. Sie leitet sauerstoffreiches Blut aus der linken Herzkammer in den Körperkreislauf.

Siehe auch: Aneurysma

Apnoe

Atemstillstand bzw. Atempause. Bei der Schlafapnoe treten wiederholt Atemaussetzer im Schlaf auf.

Siehe auch: Schlafapnoe

Apoptose

Programmierter Zelltod: ein geordneter Selbstzerstörungsprozess, mit dem der Körper beschädigte oder überflüssige Zellen entfernt, ohne eine Entzündung auszulösen.

Appendizitis

Blinddarmentzündung, genauer: Entzündung des Wurmfortsatzes. Typisch sind Schmerzen, die vom Nabel in den rechten Unterbauch wandern, Übelkeit und Fieber; meist wird operiert.

Arrhythmie

Herzrhythmusstörung: Das Herz schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Viele Formen sind harmlos, manche können gefährlich werden.

Siehe auch: Vorhofflimmern, Tachykardie, Bradykardie

Arterie

Schlagader: Blutgefäß, das Blut vom Herzen wegführt. Im Körperkreislauf transportieren Arterien sauerstoffreiches Blut.

Siehe auch: Vene

Arteriosklerose

Ablagerungen von Fett, Kalk und Bindegewebe in den Arterienwänden („Gefäßverkalkung“). Sie verengt die Gefäße und ist Hauptursache von Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine.

Arthrose

Verschleiß des Gelenkknorpels, oft an Knie, Hüfte oder Fingern. Typisch sind Anlaufschmerz, Steifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit.

Arzneimittelzulassung

Behördliche Erlaubnis, ein Arzneimittel in Verkehr zu bringen. In der EU erteilt sie meist die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), in Deutschland auch das BfArM oder das Paul-Ehrlich-Institut.

Siehe auch: Klinische Studie

Asthma bronchiale

Chronische Entzündung der Atemwege, die zu anfallsartiger Verengung der Bronchien führt. Typisch sind Atemnot, pfeifendes Atemgeräusch und Husten, oft ausgelöst durch Allergene, Infekte oder Anstrengung.

Atrophie

Rückbildung oder Schwund eines Gewebes oder Organs, z. B. Muskelschwund bei fehlender Bewegung.

Audiometrie

Hörtest, bei dem das Hörvermögen für verschiedene Tonhöhen und Lautstärken gemessen wird.

Auskultation

Abhören des Körpers mit dem Stethoskop, vor allem von Herz, Lunge und Darm.

Autismus

Angeborene Entwicklungsbesonderheit mit Unterschieden in sozialer Kommunikation und Wahrnehmung sowie wiederkehrenden Verhaltensmustern. Fachlich spricht man von Autismus-Spektrum-Störung.

Autoimmunerkrankung

Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Beispiele sind Rheumatoide Arthritis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Hashimoto-Thyreoiditis.

Autophagie

„Selbstverdauung“ der Zelle: Abbau und Wiederverwertung beschädigter Zellbestandteile. Sie wird u. a. durch Fasten angeregt und lässt im Alter nach; 2016 wurde ihre Erforschung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Siehe auch: mTOR, Intervallfasten

ABCDE-Regel

Merkhilfe zur Beurteilung von Muttermalen: Asymmetrie, Begrenzung, Colorit (Farbe), Durchmesser über 5 mm und Entwicklung (Veränderung).

Siehe auch: Muttermal, Melanom

Abstrich

Entnahme von Zellen oder Sekret mit einem Tupfer oder Bürstchen, um sie auf Erreger oder Zellveränderungen zu untersuchen.

Siehe auch: Pap-Abstrich

Achtsamkeit

Bewusste, nicht wertende Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Achtsamkeitsbasierte Programme können Stress und Grübeln verringern.

Adjuvante Therapie

Zusätzliche Behandlung nach einer Operation, die das Risiko eines Rückfalls senken soll.

Siehe auch: Neoadjuvante Therapie

Aktinische Keratose

Raue, schuppige Hautstellen an sonnenexponierten Bereichen nach jahrelanger UV-Belastung; eine Vorstufe des hellen Hautkrebses.

Siehe auch: UV-Strahlung, Plattenepithelkarzinom

Allgemeinmedizin

Hausärztliche Medizin: erste Anlaufstelle für alle Beschwerden, Vorsorge und langfristige Betreuung.

Alopezie

Haarausfall. Häufige Formen sind der erblich-hormonelle Haarausfall und der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata).

Siehe auch: Dermatologie

Alveolen

Lungenbläschen: winzige, dünnwandige Bläschen am Ende der Atemwege, in denen Sauerstoff ins Blut übertritt und Kohlendioxid abgegeben wird.

Siehe auch: Lunge

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Fortschreitende Erkrankung, bei der die Nervenzellen für die Muskelsteuerung zugrunde gehen; es kommt zu Lähmungen.

Siehe auch: Neuron

Analfissur

Schmerzhafter Einriss der Haut am After, oft durch harten Stuhlgang.

Anatomie

Lehre vom Bau des menschlichen Körpers, seiner Organe und Gewebe.

Antibabypille

Hormonelles Verhütungsmittel zum Einnehmen; sie verhindert vor allem den Eisprung. Ein seltenes Risiko sind Thrombosen.

Siehe auch: Kontrazeption, Thrombose

Antiemetikum

Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen.

Antigen

Struktur, z. B. ein Eiweiß auf einem Erreger, die vom Immunsystem erkannt wird und eine Abwehrreaktion auslöst.

Siehe auch: Antikörper

Antihypertensiva

Blutdrucksenkende Medikamente, z. B. ACE-Hemmer, Sartane, Kalziumkanalblocker und Diuretika.

Siehe auch: Hypertonie

Antimykotikum

Medikament gegen Pilzinfektionen, z. B. als Creme, Nagellack oder Tablette.

Siehe auch: Candida

Antinukleäre Antikörper (ANA)

Autoantikörper gegen Bestandteile des Zellkerns; ein Hinweis auf Autoimmunerkrankungen wie Lupus, der aber auch bei Gesunden vorkommt.

Siehe auch: Lupus erythematodes

Antioxidantien

Stoffe wie Vitamin C, Vitamin E oder Polyphenole, die freie Radikale abfangen. Hochdosierte Präparate haben in Studien meist keinen Nutzen gezeigt.

Siehe auch: Oxidativer Stress

Aortenstenose

Verengung der Aortenklappe, häufig altersbedingt; sie kann Atemnot, Brustschmerz und Ohnmachten verursachen.

Siehe auch: TAVI, Herzklappen

Aphthen

Kleine, schmerzhafte Geschwüre der Mundschleimhaut, die meist innerhalb von ein bis zwei Wochen abheilen.

Arthroskopie

Gelenkspiegelung: Untersuchung und Behandlung eines Gelenks über kleine Schnitte mit Kamera und Instrumenten, häufig am Knie.

Siehe auch: Meniskus

Astigmatismus

Hornhautverkrümmung: ungleichmäßig gewölbte Hornhaut, die zu verzerrtem Sehen führt.

Siehe auch: Hornhaut

Ätiologie

Lehre von den Krankheitsursachen; auch die Ursache einer bestimmten Erkrankung.

Aufklärungsgespräch

Gespräch vor einem Eingriff über Ablauf, Risiken und Alternativen; es ist Voraussetzung für eine wirksame Einwilligung.

Augeninnendruck

Druck im Inneren des Auges; erhöhte Werte sind ein Risikofaktor für das Glaukom.

Siehe auch: Glaukom

Ausdauertraining

Training, das Herz, Kreislauf und Stoffwechsel beansprucht, z. B. Laufen, Radfahren oder Schwimmen; es steigert die VO2max.

Siehe auch: VO2max

Axon

Langer Fortsatz einer Nervenzelle, der elektrische Signale zu anderen Nerven-, Muskel- oder Drüsenzellen weiterleitet.

Siehe auch: Neuron

Azidose

Übersäuerung des Blutes mit einem pH-Wert unter 7,35, z. B. bei Atemstörungen, Nierenversagen oder entgleistem Diabetes.

Siehe auch: pH-Wert, Ketoazidose

Adalimumab

TNF-alpha-Blocker (Antikörper) gegen chronische Entzündungen wie rheumatoide Arthritis, Psoriasis und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Siehe auch: Biologika

Alkoholabhängigkeit

Sucht mit Kontrollverlust über den Alkoholkonsum und Entzugserscheinungen; sie ist behandelbar, z. B. durch Entzug, Entwöhnung und Selbsthilfe.

Siehe auch: Sucht

Allel

Ausprägungsform eines Gens; jeder Mensch besitzt von den meisten Genen zwei Allele, je eines von Mutter und Vater.

Siehe auch: Gen

Allopurinol

Medikament, das die Bildung von Harnsäure hemmt und Gichtanfällen vorbeugt.

Siehe auch: Gicht, Harnsäure

Amblyopie

Schwachsichtigkeit eines Auges, die sich in der Kindheit entwickelt, z. B. durch Schielen; früh behandelt oft gut korrigierbar.

Siehe auch: Strabismus

Amlodipin

Kalziumkanalblocker zur Blutdrucksenkung; häufige Nebenwirkung sind geschwollene Knöchel.

Siehe auch: Kalziumkanalblocker

Amoxicillin

Breitband-Antibiotikum aus der Penicillin-Gruppe, häufig eingesetzt bei Mittelohr-, Atemwegs- und Harnwegsinfekten.

Siehe auch: Penicillin, Antibiotikum

Aortendissektion

Lebensbedrohlicher Einriss der inneren Wandschicht der Hauptschlagader mit plötzlichem, reißendem Brust- oder Rückenschmerz – Notfall.

Siehe auch: Aorta

Aphasie

Sprachstörung nach einer Schädigung des Gehirns, z. B. durch einen Schlaganfall.

Siehe auch: Schlaganfall

Appetitlosigkeit

Fehlendes Verlangen nach Nahrung, z. B. bei Infekten, Depression, Krebs oder als Nebenwirkung von Medikamenten.

Arbeitsunfähigkeit

Zustand, in dem Beschäftigte wegen Krankheit nicht arbeiten können; ärztlich bescheinigt durch die Krankschreibung.

Arthritis

Gelenkentzündung mit Schwellung, Schmerz und Überwärmung, z. B. bei Rheuma, Gicht oder Infektionen.

Siehe auch: Rheumatoide Arthritis, Arthrose

Aszites

Bauchwassersucht: Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, häufig bei Leberzirrhose.

Siehe auch: Leberzirrhose

Ataxie

Störung der Bewegungskoordination mit unsicherem Gang und ungenauen Bewegungen, oft bei Erkrankungen des Kleinhirns.

Siehe auch: Kleinhirn

Atherom

Grützbeutel: gutartige, mit Hornmaterial gefüllte Zyste der Haut, die sich entzünden kann.

Siehe auch: Zyste

Atorvastatin

Häufig verordnetes Statin, das das LDL-Cholesterin senkt und Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugt.

Siehe auch: Statine, LDL-Cholesterin

Azelainsäure

Wirkstoff in Cremes gegen Akne, Rosazea und Pigmentflecken mit entzündungshemmender Wirkung.

Siehe auch: Akne, Rosazea

Absence

Kurze epileptische Bewusstseinspause von wenigen Sekunden, vor allem bei Kindern.

Siehe auch: Epilepsie

Achalasie

Seltene Störung, bei der sich der untere Speiseröhrenschließmuskel nicht öffnet und Speisen zurückbleiben.

Siehe auch: Dysphagie, Speiseröhre

Aciclovir

Virostatikum gegen Herpesviren, z. B. bei Lippenherpes oder Gürtelrose.

Siehe auch: Herpes, Virostatikum

Adenomyose

Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut in die Muskelwand der Gebärmutter mit starken Regelschmerzen.

Siehe auch: Endometriose, Dysmenorrhö

Adipositaschirurgie

Operationen wie Magenbypass oder Schlauchmagen bei schwerem Übergewicht.

Siehe auch: Adipositas

AGEs

Advanced Glycation Endproducts: Verbindungen aus Zucker und Eiweißen, die Gewebe versteifen und bei Diabetes und Alterung zunehmen.

Siehe auch: Hautalterung, Diabetes mellitus

Agoraphobie

Angst vor Orten oder Situationen, aus denen eine Flucht schwierig erscheint, etwa Menschenmengen oder öffentliche Verkehrsmittel.

Siehe auch: Phobie, Panikattacke

Akromegalie

Erkrankung durch zu viel Wachstumshormon im Erwachsenenalter mit Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesichtszügen.

Siehe auch: Wachstumshormon, Hypophyse

Akustikusneurinom

Gutartiger Tumor am Hör- und Gleichgewichtsnerv mit einseitiger Schwerhörigkeit.

Siehe auch: Schwerhörigkeit, Tinnitus

Akutes Abdomen

Plötzliche, starke Bauchschmerzen mit hartem Bauch, die rasch abgeklärt werden müssen.

Siehe auch: Bauchschmerzen, Darmverschluss

Aldosteron

Hormon der Nebenniere, das den Salz- und Wasserhaushalt und damit den Blutdruck reguliert.

Siehe auch: Nebenniere, Natrium

Aligner

Durchsichtige, herausnehmbare Kunststoffschienen zur schrittweisen Zahnkorrektur.

Siehe auch: Kieferorthopädie

Alkalische Phosphatase

Enzym aus Leber, Gallenwegen und Knochen; erhöht z. B. bei Gallestau oder Knochenumbau.

Siehe auch: Leberwerte, Gallenwege

Alkoholkonsum

Trinken alkoholischer Getränke; nach aktuellem Wissensstand gibt es keine Menge ohne Gesundheitsrisiko.

Siehe auch: Alkoholabhängigkeit, Fettleber

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Erbkrankheit, bei der ein Schutzeiweiß fehlt; sie kann früh zu Lungenemphysem und Leberschäden führen.

Siehe auch: Lungenemphysem, Erbkrankheit

Amenorrhö

Ausbleiben der Regelblutung, z. B. durch Schwangerschaft, starken Gewichtsverlust oder Hormonstörungen.

Siehe auch: Menstruation, PCO-Syndrom

Amniozentese

Fruchtwasseruntersuchung durch Punktion, um genetische Veränderungen beim Kind sicher festzustellen.

Siehe auch: Pränataldiagnostik

Amylase

Verdauungsenzym für Stärke aus Bauchspeicheldrüse und Speicheldrüsen; erhöht z. B. bei Pankreatitis.

Siehe auch: Lipase, Pankreatitis

Analvenenthrombose

Schmerzhafter, bläulicher Knoten am After durch ein Blutgerinnsel; oft mit Hämorrhoiden verwechselt.

Siehe auch: Hämorrhoiden

Andrologie

Fachgebiet für Männergesundheit, z. B. Fruchtbarkeit und Hormonstörungen.

Siehe auch: Urologie, Hypogonadismus

Angeborener Herzfehler

Fehlbildung von Herz oder herznahen Gefäßen, die bei etwa einem Prozent der Neugeborenen vorkommt, z. B. ein Loch in der Herzscheidewand.

Siehe auch: Herz, Kinderkardiologie

Anhaltende Trauerstörung

Trauer, die auch lange nach einem Verlust so stark bleibt, dass sie den Alltag erheblich beeinträchtigt.

Siehe auch: Depression

Anorexia nervosa

Magersucht: Essstörung mit starkem Untergewicht und Angst vor Gewichtszunahme; frühzeitige Hilfe ist entscheidend.

Siehe auch: Essstörung

Anpassungsstörung

Belastungsreaktion nach einschneidenden Lebensereignissen, z. B. Trennung oder Jobverlust, die über das übliche Maß hinausgeht.

Siehe auch: Stress, Depression

Anti-Müller-Hormon (AMH)

Hormon, das grob den Vorrat an Eizellen widerspiegelt; es sagt die natürliche Fruchtbarkeit aber nur begrenzt voraus.

Siehe auch: Eierstöcke, Infertilität

Antiepileptika

Medikamente, die epileptische Anfälle verhindern, indem sie die Erregbarkeit von Nervenzellen dämpfen.

Siehe auch: Epilepsie

Apothekenpflicht

Arzneimittel, die nur in Apotheken verkauft werden dürfen, auch wenn sie kein Rezept benötigen.

Siehe auch: Rezeptpflicht, OTC-Präparat

ARDS

Akutes Lungenversagen durch schwere Entzündung, z. B. bei Lungenentzündung oder Sepsis.

Siehe auch: Beatmung, Sepsis

Aromatasehemmer

Medikamente, die die Östrogenbildung nach den Wechseljahren senken; eingesetzt bei hormonempfindlichem Brustkrebs.

Siehe auch: Brustkrebs

Ärztliche Schweigepflicht

Pflicht von Ärzten, Informationen über Patienten vertraulich zu behandeln.

Siehe auch: Patientenrechte

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Ärztliche Hilfe außerhalb der Praxiszeiten bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, erreichbar unter 116117.

Siehe auch: Notaufnahme, Rettungsdienst

Aspergillose

Infektion mit Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus, gefährlich vor allem bei Immunschwäche.

Siehe auch: Immundefekt, Antimykotikum

Ästhetische Chirurgie

Teilgebiet der Plastischen Chirurgie mit Eingriffen zur Veränderung des Aussehens ohne medizinische Notwendigkeit.

Siehe auch: Plastische Chirurgie

Atelektase

Nicht belüfteter, zusammengefallener Lungenabschnitt, z. B. nach Operationen.

Siehe auch: Lunge

Auffrischimpfung

Erneute Impfung, die den Schutz nach Jahren wieder aufbaut, z. B. alle zehn Jahre gegen Tetanus und Diphtherie.

Siehe auch: Impfung, Tetanus

Aufwachraum

Überwachungsbereich, in dem Patienten nach der Operation aus der Narkose erwachen.

Siehe auch: Narkose

Augenlinse

Elastische, klare Linse im Auge, die das Licht auf die Netzhaut bündelt; ihre Trübung heißt Katarakt.

Siehe auch: Katarakt, Presbyopie

Augenringe

Dunkle Schatten unter den Augen durch dünne Haut, Pigment, Gefäße oder Volumenverlust.

Siehe auch: Tränenrinne

Aura

Vorübergehende Seh- oder Gefühlsstörungen, die einer Migräneattacke vorausgehen können, z. B. Flimmern oder Zickzacklinien.

Siehe auch: Migräne

Autoimmunhepatitis

Leberentzündung, bei der das Immunsystem Leberzellen angreift; gut mit Immunsuppressiva behandelbar.

Siehe auch: Hepatitis, Autoimmunerkrankung

AV-Block

Störung der Erregungsleitung zwischen Vorhöfen und Kammern, die einen langsamen Puls verursachen kann.

Siehe auch: Bradykardie, Herzschrittmacher

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