Rosazea: Symptome, Auslöser und Behandlung

Medizin-Lexikon › Rosazea (Kurzdefinition)

Kurz erklärt: Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, die vor allem Wangen, Nase, Kinn und Stirn betrifft. Typisch sind anfallsartige Rötungen, sichtbare Äderchen und bei manchen Betroffenen entzündliche Knötchen und Pusteln.

Ursachen

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Beteiligt sind eine Fehlregulation der Gefäße, eine Überreaktion des angeborenen Immunsystems und eine vermehrte Besiedlung mit Demodex-Milben. Die Erkrankung beginnt meist im mittleren Erwachsenenalter und betrifft häufiger Menschen mit heller Haut.

Erscheinungsformen

Man unterscheidet Rötungen mit Teleangiektasien, eine papulopustulöse Form mit akneähnlichen Pusteln (aber ohne Mitesser), Gewebeverdickungen wie das Rhinophym an der Nase sowie eine Beteiligung der Augen mit Brennen, Trockenheit und Lidrandentzündung.

Typische Auslöser

Viele Betroffene bemerken Verschlechterungen durch UV-Strahlung, Hitze, Kälte, scharfe Speisen, heiße Getränke, Alkohol, Stress oder reizende Kosmetika. Konsequenter Sonnenschutz und milde, parfümfreie Pflegeprodukte gelten als wichtige Grundpfeiler.

Behandlung

Je nach Form kommen äußerlich Wirkstoffe wie Ivermectin, Metronidazol oder Azelainsäure infrage, gegen anhaltende Rötungen gefäßverengende Gele wie Brimonidin. Bei ausgeprägten Pusteln wird oft niedrig dosiertes Doxycyclin eingesetzt. Sichtbare Äderchen lassen sich mit Laser- oder Lichtverfahren behandeln, ein Rhinophym operativ oder mit Laser abtragen. Kortisonhaltige Cremes sollten nicht im Gesicht verwendet werden, da sie Rosazea verschlechtern können.

Wann zum Arzt?

Eine hautärztliche Diagnose ist sinnvoll, um Rosazea von Akne, perioraler Dermatitis oder Lupus abzugrenzen. Bei Augenbeschwerden sollte zusätzlich eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Verwandte Begriffe im Lexikon

Teleangiektasien, Rhinophym, Akne, Periorale Dermatitis, Ivermectin, Metronidazol, Azelainsäure, Doxycyclin, Lichtschutzfaktor (LSF)

Quellen

  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): S2k-Leitlinie Rosazea
  • National Rosacea Society: Standard Classification and Management of Rosacea
  • IQWiG: gesundheitsinformation.de – Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder apothekerliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Stand: Oktober 2026.