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144 Millionen Dollar für mehr gesunde Jahre: US-Behörde ARPA-H startet Alternsprogramm PROSPR

Forschungsteam bei der Arbeit im Labor

Erstmals investiert eine US-Bundesbehörde gezielt in großem Stil in Therapien gegen das Altern selbst: Die Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H) stellt im Programm PROSPR über fünf Jahre bis zu 144 Millionen US-Dollar bereit. Die Förderung wurde im Februar 2026 bekannt gegeben.

Das Ziel

PROSPR steht für „PROactive Solutions for Prolonging Resilience“. Das Programm soll die Zahl gesunder Lebensjahre – die sogenannte Healthspan – erhöhen und dafür drei Dinge entwickeln: verlässliche Biomarker, die das biologische Altern messen, Wirkstoffe, die es beeinflussen, und neue Studiendesigns, mit denen sich das nachweisen lässt. ARPA-H-Direktorin Alicia Jackson spricht von einer „tektonischen Verschiebung“ in der Erforschung des gesunden Alterns und verweist auf Schätzungen, nach denen schon ein Jahr weniger biologisches Alter in der Bevölkerung enorme Gesundheitskosten sparen würde.

Die geförderten Teams

Unternehmen:

  • Cambrian Bio (bis zu 30,8 Mio. $): entwickelt gezielte Hemmstoffe des Signalwegs mTORC1. Der verwandte Wirkstoff Rapamycin verlängert in Tierversuchen das Leben, ist beim Menschen aber wegen geringer Spezifität mit Nebenwirkungen behaftet.
  • Linnaeus Therapeutics (bis zu 22 Mio. $): erforscht LNS8801, einen Aktivator des G-Protein-gekoppelten Östrogenrezeptors, nun auch bei gesunden älteren Menschen.
  • Apollo Alpha: entwickelt orale Wirkstoffe, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden und Energiehaushalt, Fettstoffwechsel und Entzündung beeinflussen sollen.

Universitäten: Stanford University, University of Texas Health Science Center at San Antonio, Columbia University Mailman School of Public Health und University of Rochester.

Warum das wichtig ist

Ein Grundproblem der Alternsmedizin ist regulatorisch: Arzneimittelbehörden erkennen „Altern“ bislang nicht als Krankheit an, und Studien mit dem Endpunkt „längeres Leben“ würden Jahrzehnte dauern. PROSPR setzt deshalb auf messbare Zwischengrößen wie die „intrinsische Kapazität“ – die kombinierte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen. Gelingt es, solche Messgrößen wissenschaftlich abzusichern, könnten künftig Medikamente gegen das Altern auf einem klar definierten Weg geprüft und zugelassen werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information.

Quellen

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