Eine der größten Befragungen weltweit zeigt, dass weniger Menschen der Wissenschaft vertrauen als zu Beginn der Corona-Pandemie. Deutschland liegt im oberen Bereich.
Das Vertrauen in die Wissenschaft ist weltweit zurückgegangen. Das zeigt der Wellcome Global Monitor 2026, für den die britische Stiftung Wellcome Trust über 140.000 Menschen in 140 Ländern befragt hat. Vorgestellt wurden die Ergebnisse auf dem World Health Summit in Berlin.
Rückgang auf 72 Prozent
Im Durchschnitt gaben 72 Prozent der Befragten an, der Wissenschaft zumindest in gewissem Maß zu vertrauen. Bei der vorherigen Befragung waren es noch 77 Prozent. Den Höchststand gab es 2020 zu Beginn der Pandemie mit 80 Prozent. Damit liegt das Vertrauen heute wieder unter dem Niveau vor COVID-19.
Finanzielle Lage spielt eine Rolle
Besonders stark ging das Vertrauen bei Menschen in finanziell schwierigen Verhältnissen zurück. Wer dagegen den Krankenhäusern seines Landes vertraut und einen persönlichen Nutzen aus der Forschung sieht, hat auch mehr Vertrauen in die Wissenschaft.
Deutschland im oberen Bereich
Deutschland gehört gemeinsam mit Großbritannien, den USA und anderen europäischen Ländern zu den Staaten mit vergleichsweise hohem Vertrauen. Am niedrigsten sind die Werte in Somalia und Pakistan, wo weniger als jeder Zehnte der Wissenschaft vertraut.
Fachleute auf dem Gipfel warben dafür, Zweifel ernst zu nehmen und ihre Ursachen zu verstehen, statt sie abzutun. Der Virologe Christian Drosten regte an, Wissenschaft stärker über Menschen zu vermitteln, die für sie stehen.
Einordnung der Redaktion
Die Zahlen sind Durchschnittswerte über sehr unterschiedliche Länder. Zur genauen Methodik der Befragung liegen in der Berichterstattung keine Details vor.



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