Nasennebenhöhlenentzündung: Symptome und Behandlung

Medizin-Lexikon › Sinusitis (Kurzdefinition)

Kurz erklärt: Bei einer Sinusitis sind die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen entzündet. Meist entsteht sie im Rahmen einer Erkältung durch Viren und heilt innerhalb von zwei Wochen von selbst ab. Dauern die Beschwerden länger als zwölf Wochen, spricht man von chronischer Sinusitis.

Symptome

Typisch sind eine verstopfte Nase, eitriger Schnupfen, Druckgefühl oder Schmerzen im Bereich von Stirn, Wangen oder zwischen den Augen, die sich beim Vorbeugen verstärken, sowie ein eingeschränkter Geruchssinn. Auch Kopfschmerzen und leichtes Fieber sind möglich.

Was hilft

Nasenspülungen mit Salzlösung, Inhalationen mit Wasserdampf und ausreichendes Trinken lösen Sekret. Abschwellende Nasensprays verbessern kurzfristig die Belüftung, sollten aber nicht länger als etwa eine Woche angewendet werden. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern Druck und Schmerzen. Bestimmte pflanzliche Präparate und kortisonhaltige Nasensprays können die Beschwerden zusätzlich verringern.

Antibiotika

Da die meisten akuten Nebenhöhlenentzündungen durch Viren verursacht werden, sind Antibiotika nur selten notwendig. Sie kommen infrage bei sehr starken Schmerzen, hohem Fieber, einem zweigipfligen Verlauf mit erneuter Verschlechterung oder bei Risikopatienten.

Warnzeichen

Schwellungen oder Rötungen um das Auge, Sehstörungen, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Benommenheit sind Notfallzeichen, die sofort ärztlich abgeklärt werden müssen.

Verwandte Begriffe im Lexikon

Nasennebenhöhlen, Erkältung, Nasenspülung, Nasenspray, Nasenpolypen, Eukalyptus

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) und Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC): S2k-Leitlinie Rhinosinusitis
  • IQWiG: gesundheitsinformation.de – Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder apothekerliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Stand: Oktober 2026.