Was ist Hyaluronsäure?

Die Hyaluronsäure ist ein saures, hochvisköses, stark wasserbindendes Glykosaminoglykane (GAG) aus β-(1→4)-glycosidisch miteinander verknüpften Glucuronyl-β-(1→3)-N-Acetylglucosamin-Disaccharideinheiten (Hyalobiuronsäure-Einheiten: beta-Glucuronido-N-acetylglucosamin). Hierbei können bis zu 50.000 Einheiten aufeinander folgen. Diese Zuckereinheiten sind unsulfatiert.

Das Hyaluronsäuremolekül zeigt sich als amphipathische Helix und ist als einziges Glykosaminoglykan nicht an ein Proteinzentralfilament gebunden. Die Hyaluronsäure kann durch Hydratisierung einen bis zu 10.000mal größeren Raum einnehmen als das Volumen des Moleküls selbst beansprucht, so dass schon bei niedrigen Konzentrationen ein viskoses Gel entsteht.

Primär reguliert die Hyaluronsäure die Wundheilung sowie die Zellpermeabilität, verhindert das Eindringen infektiöser Keime und dient es als biologisches Schmiermittel. Hyaluronsäure kommt im Organismus hauptsächlich in der Grundsubstanz des Bindegewebes, im Knorpel, in der Gelenkschmiere, in der Nabelschnur sowie im Glaskörper des Auges vor. In den Fibroblasten wird die Hyaluronsäure aus D-Glucose synthetisiert.

Die Abbau von Hyaluronsäure erfolgt durch die Hyaluronidase, beta-Glucuronidase und N-Acetylglucosaminidase.

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